September 2011

 

Nun ist in Folge der starken Regenfälle die Sickergrube beim Mädchengebäude komplett zusammengebrochen. Es hat in der Region El Crudero und El Canyon sehr stark geregnet und El Canyon war überaus stark betroffen, sogar der Zivilschutz erbat Unterbringung im Heim. Nach Begehung der Örtlichkeiten und aufgrund der Art unserer Arbeit nahmen sie jedoch davon Abstand und das Erziehungsministerium bat statt dessen die MLK-Schule um Unterstützung.

Mit der Direktorin haben wir beschlossen, ihnen den Basketballplatz zur Verfügung zu stellen, damit das Schuljahr nicht unterbrochen wird. Zudem wissen wir aus Erfahrung, dass die Leute die Einrichtungen nicht respektieren und viel kaputtmachen, und für Reparaturen in dieser Größenordnung haben wir keine Mittel zur Verfügung.

 

An der neuen Sickergrube wird schon gebaut. Unterstützung kommt von der New Hope Church,Orphan Network und der Freundschaftsbrücke, denen wir ganz herzlich danken, da diese Maßnahmen aufgrund der Seuchengefahr und der Gefahr, die von einem großen Loch auf dem Gelände ausgehen kann, ganz erheblich wichtig für die Sicherheit der Kinder sind.

 

 

Zur Zeit bezahlen wir im Haushalt der Schulen 24800 Córdoba weniger, das entspricht 1990.77 US-Dollar, plus 18% für Sozialversicherung und Inatec. Die Schulen beschaffen sich alle ihr didaktisches Material selbst, einige durch Spenden, die von den Direktorinnen beigebracht werden, wie in der Centroamericana-Schule, die von

der Cuenta Reto del Milenio Schul- und Büromaterial bekam, oder vom Erziehungsministe-

rium, dass MLK und La Esperanza unterstützt. Dies geschieht auch durch Stipendien, wie im

Falle der Centroamericana-Schule und der La Esperanza Schule.

Wie schon früher erklärt, können wir keine weitergehende Hilfe vom Erziehungsministerium

für die Bezahlung der Lehrer einfordern, noch weniger in diesem Wahljahr, wo der Staat versucht, alle Institutionen zu politisieren, überall wo sie kann versucht sich die Regierung hineinzudrängen.

 

Im Namen der Kinder, Lehrer und der Verwaltung danken wir unserem Herrn, der Freund-

schaftsbrücke und allen anderen Spendern, die die Ausbildung der Kinder aus ärmsten Ver-

hältnissen möglich machen.

 

 

 

 

 

 

Carlina Alguera schreibt am 02.01.2011

 

Neues zu den Schulen

Außerdem muss ich berichten, dass wir die Rey David Schule (in der Gemeinde Pochocuape, A.a.O.) geschlossen haben, und zwar nicht wegen der finanziellen Schwierigkeiten, sondern weil wir mit einem Mann ohne Ehrenwort nicht zusammenarbeiten können, und leider ist Pablo Nuhez (der Eigentümer des mit der Schule bebauten Grundstückes, A.d.Ü.) ein solcher.

Ich erkläre das näher: zunächst versprach er, er würde das Gelände mit der Schule unserem Verein überschreiben, sobald er die Unterlagen über die Eigentumsverhältnisse in Händen hat. Statt dessen hat er uns später angeboten, es uns für die vollkommen überzogenen Summe von 100 000 US-Dollar zu verkaufen. Als ich mit ihm telefonierte meinte er, wir sollten den Vertrag machen, wir müssten aber nichts bezahlen, und zwar auf unbestimmte Zeit. Jetzt schickte mir die Tochter per Mail einen Vertragsentwurf für ein Jahr, demzufolge wir im Monat 200 Dollar Miete bezahlen sollen. Deshalb haben wir beschlossen, in dieser Schule nicht mehr weiterzumachen. Aber mit der Gemeinde dort schon, die Leute sind sehr arm.

 

Neues zu den Patenfamilien

Die 6 Familien in Monte Fresco, die bisher unterstützt wurden, haben wir aus dem Programm genommen, da es an Unterstützung der Kinder beim Schulbesuch fehlte. Zudem ist diese Gemeinde so abgelegen und wir können so Benzin sparen, das in Nicaragua fast täglich teurer wird.

 

Neues zu dem Kinderheim:

Zur Zeit haben wir 60 Kinder, 40 wohnen ständig im Heim, die andere 20 kommen um 6 Uhr morgens und gehen um 5 Uhr nachmittags. Sie bekommen hier 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten, machen ihre Hausaufgaben mit den Erziehern und nehmen an allen Aktivitäten des Heims teil. 14 Kinder erhalten Musikunterricht und spielen im Orchester mit. 13 Kinder erhalten vormittags, 31 nachmittags Englischunterricht. Der Großteil kann sich fließend englisch unterhalten. 13 Kinder erhalten vormittags Computerunterricht, 21 nachmittags, jeweils in 2 Gruppen.

Im Heim gibt es 15 ständige Mitarbeiter: jedes Gebäude hat 2 Erzieher, dazu kommen die externen Lehrer für Englisch, Musik, Informatik und der Mathelehrer. Die externen Lehrer werden alle von Orphan Network bezahlt.

Gleichzeitig schicken wir Ihnen einen Gesundheitsbericht des Centro de Salud in El Crucero, das alle Kinder des Heims und der Tagesbetreuung untersucht hat. Sie haben die notwendige Behandlung erhalten und halten die erhaltenenen Empfehlungen der Ärzte ein.

Wasser und Abwasser: wir bezahlten die ausstehen Monate Juni bis Oktober. Es ist noch ein Einspruch für diese Monate anhängig. Die Reparaturen für die Rohrbrüche wurden gemacht, sie haben uns aber nur 30 % nachgelassen. Dies ist nun ein neuer Posten bei den Ausgaben des Heimes. Wir versuchen zu sparen, aber es ist fast nicht möglich. Es sind immerhin 40 Kinder dauernd hier, deren Wäsche gewaschen werden muss, die duschen, die Gebäude müssen sauber gehalten werden, die Pflanzen gegossen werden, usw.

Strom: wir haben die ausstehenden Rechnungen bis November bezahlt. Auch hier strengen wir uns an, zu sparen, wir haben transparente Dachplatten angebracht und alle Lampen mit Energiesparbirnen ausgestattet.

 

 

 

 

Liebe Brüder und Schwestern,     

 

danke, dass Ihr über dieses Jahr den Geist der Liebe und Hilfe lebendig gehalten habt, und mich in meinem Amt unterstützt habt, Jesus als in die Welt gekommenes Vertrauen zu verkünden, das die Herzen all derer befreit, die auf sein Wort hören.

 

Ich danke dem Herrn und Euch, meinen lieben Geschwistern in Christus, für Eure Gebete und alles, was ich durch Euch empfangen habe. Mit all unserer Arbeit wollen wir Jesus Christus ehren. Ganz sicher ist der Herr an diesem Jahresende und Neuanfang in Trauer und Freude, Siegen und Niederlagen bei uns.

 

Sein Friede, seine Liebe und die Hoffung in die Zukunft fülle unsere Herzen; wir wollen sein Licht sein, wir hier in Nicaragua und Ihr wo auch immer er Euch hinstellt und beschirmt.

 

 

 

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Unser größtes Geschenk ist die Freundschaft und Gemeinschaft in Christus, die wir diese ganzen Jahre pflegen durften - neben Jesus, unserem Heiland, Ratgeber, allmächtigem Gott, ewigem Vater und Friedensfürst... all das wird möglich durch die Geburt Christi in uns.

 

Gesegnete Weihnachten und ein reiches und glückliches Jahr 2011!

 

Es grüßen Euch,

Josué, Jamileth und die Kinder aus dem Kinderheim und die Gemeinde El Cañon

 

 

Dezember 2010

Das Schuljahr geht nun zu Ende, wir sind sehr mit den Leistungen der Kinder zufrieden. Leider hat uns das Colegio Mas que Vencedores nur Julio, Leyla und Nicole akzeptiert, aber nicht Jordan und Elmer. Wir werden dies das nächste Jahr nochmal probieren, vielleicht klappt es diesmal, damit alle in einer Gruppe gehen können.

Jordan erzählt, dass in seiner Schule oft die Lehrer nicht kommen, dann werden sie früh nach hause geschickt, und das gibt ihm Gelegenheit zum Umherstreunen mit seinen Klassenkameraden, was zu Problemen führt. So war er gestern wieder früh mit der Schule fertig und ging nach Monte Tabor auf ein Fest.

So gegen 6 kam er ins Heim zurück und wurde von einer Gruppe Jugendlicher überfallen, die bei Kilometer 16 leben. Sie sind eine bekannte Bande und kommen bis nach El Canyón zum Stehlen. Die Leute sagen, sie hätten auch schon Menschen umgebracht. Wenn Jordan rechtzeitig nach hause gekommen wäre, wäre nichts passiert, aber er ist ein sehr unternehmungslustiger Junge, der was von der Welt sehen will. Viele Mädchen schwärmen für ihn, deshalb wird er ständig eingeladen und hat viele Freundinnen.

 

 

Wir wissen, dass unsere deutschen Partner viele Probleme haben, dass die Spenden stark

zurückgegangen sind, dass unsere Freundin Waltraud durch zu viel Arbeit krank war. Dies

tut uns sehr leid, da wir denken, dass ihr Zustand auch auf die Sorge um die Projekte zu

rückzuführen ist. Dennoch bitten wir einmal mehr unseren Herrn, unseren Schützer und

obersten Chef, er möge die Herzen unserer Spender berühren und sich in unseren Leben

als Helfer zeigen, denn wir arbeiten ja nur durch ihn und für ihn, die Projekte führen wir in

seinem Namen und zu seiner Ehre.

Vielen Dank liebe Spender, wir haben Sie immer in unseren Herzen und danken Ihnen für Ihre grenzenlose Solidarität, für Ihre Liebe und all die Arbeit, die sie für unsere Kinder leisten. Wir danken Ihnen für Ihre Anstrengungen in dieser schwierigen Situation. Unsere Angestellten wissen zwar über die Lage bescheid, trotzdem sind einige überrascht, da man in dem Projekten keine Knappheit merkt, die Leitung hier unternimmt alle Anstrengungen, damit alles gewohnt rund weiterläuft.

 

Wir senden Ihnen ganz herzliche Grüße und Segenswünsche, danke für alles, was Sie für

uns tun und für Ihre Herzensgröße,

Nidia S. de Guadamuz

 

 

 

Carolina schreibt uns am 01.10.2010

von sehr  sehr heftigen Regenfällen, die sogar die des Hurrikanes Mitch übertrafen. Durch die Verwüstungen, die durch die ungewöhnlich starken Regenfälle letzte Woche angerichtet wurden stürzte im Obstgarten des Kinderheims der größte Teil der Bananenstauden um, da die Wurzeln freigespült wurden.

Die Früchte jahrelanger Arbeit und Pflege sind so zerstört.

 

Die Verantwortlichen fürchten nun, es könnten auch größere Bäume umstürzen und auf die Gebäude des Heims fallen, wie schon einmal geschehen. Auch jetzt ist im Dorf El Canyon schon ein Haus zerstört worden, die darin lebende Familie wurde glücklicherweise nicht verletzt, muss aber nun vorläufig in der Dorfkirche unterkommen.

Momentan werden die Hänge untersucht, um das Kinderheim notfalls rechtzeitig evakuieren zu können. Es droht möglicherweise auch die Gefahr eines Erdrutsches, da die Wassermassen die Hänge aufgelockert haben.


 
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Fotos der Katastrophe
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Liebe Freundinnen und Freunde,

auf die Gefahr, Eure Nerven mit schlechten Neuigkeiten zu strapazieren, hier die nächste:

durch die starken Regenfälle wurde die Sickergrube, die die Abwässer hinter dem Jungenwohnhaus auffängt, stark beschädigt und muss nun aufwendig repariert werden. Die Arbeiter haben schon versucht, den Schaden abzudecken, das Loch öffnete sich aber binnen Kurzem wieder.


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Nidia S. de Guadamuz  schreibt am 30.06.2010:

 

Wir grüßen ganz herzlich und danken im Namen aller Lehrer, Schüler und Eltern der 4 Schulen der Stiftung. Wir haben ihnen die kleine Gehaltserhöhung mitgeteilt, die sie ab Juli bekommen werden, als Zulage abhängig von den Spendeneingängen, sie freuen sich sehr über die Bemühung, die Sie unternehmen, um ihnen dies zu ermöglichen. Wir haben Ihnen auch von den Schwierigkeiten erzählt, die es gab, bis Sie die gesamte Haushaltssumme und auch noch die Zulage überweisen konnten.

 

Im April und Juni waren die Medikamente die einzige außergewöhnliche Ausgabe. Einige Familien in El Cañon baten Pfarrer Josué oder mich um Unterstützung mit Medikamenten, und wir besorgten ihnen, was sie im Gesundheitszentrum oder Krankenhaus nicht so bekommen konnten.

 

Im Juni kauften wir Bücher für die Kinder im Familienprogramm.

Sie können auch einen Anstieg bei den Lebensmittel feststellen, leider werden die Grundnahrungsmittel von Monat zu Monat teurer. Wir kaufen die Bohnen beim Produzenten in El Cañon direkt, sonst wären die Kosten noch viel höher.

Eine zu erklärende Ausgabe ist das Wasser und Abwasser, das nun bei der Martin Luther King Schule (und auch im Heim) anfällt, es kamen Inspektoren der Enacal (Wasserversorgung) und obwohl die Direktorin versuchte, ihnen klarzumachen, dass wir eine gemeinnützige Organisation sind und nicht viel Geld haben, installierten sie uns einen Zähler und wir mussten eine Einrichtungsgebühr bezahlen.

 

Der Strom wird zu festen Terminen jeweils teurer. Wir haben im Heim einen Sparplan aufgestellt, eine Kühltruhe und einen Kühlschrank abgestellt, außerdem vesuchen wir, die Waschmaschinen seltener zu benutzen. Wir versuchen, den Kindern klarzumachen, dass Strom teuer ist, damit sie das Licht nicht unnötig brennen lassen. Wir dachten, wir könnten so ein wenig sparen, aber trotz des geringeren Verbrauchs, merkt man davon nichts. Es ist wohl so, dass das Stromunternehmen immer verdienen muss, zumal auch die Regierung Teilhaber ist.

 

Treibstoff: wir versuchen, auch hier zu sparen und planen die Fahrten zum Heim sorgfältiger. Andererseits steigen dadurch die Telefonkosten, wir versuchen, einen Mittelweg zu finden.

 

Gebäude: Im April wurden die Sickergruben gereinigt und eine Reparatur am Rohrsystem durchgeführt. Im Mai wurden die Dächer repariert, im Juni wurde die Nordseite der Kirche instandgesetzt, alle Gitter wurden ausgetauscht, da sie durch die

Gase des Masaya-Vulkans total korrodiert waren. Die Kabel im Mädchengebäude wurden repariert. Diese Art Arbeiten fallen immer wieder an, da der Strom in El Cañon sehr instabil ist und die plötzlichen Energieschwankungen bewirken, dass die Kabel durchschmoren, dass die Birnen, Fernseher und Steckdosen kaputtgehen. Wir haben schon eine Prüfung durch Union Fenosa beantragt, aber die verstehen sich nur aufs Kassieren, aber nicht aufs Beheben der technischen Schwierigkeiten, die ihr schlechter Service hervorruft.

 

 Fahrzeug: (A.d.Ü.: es wurden verschiedene Reparaturen am Pickup und Microbus durchgeführt, die ich uns im Detail erspare. Interessant für uns ist, dass die große  Reparatur, die im April geplant war, offenbar noch ein Jahr Zeit hat) ... Der Pickup, der den Großteil der schweren Lasten, z.B. Nahrungsmittel, Baumaterialien, die Säcke für die Familien u.Ä. Zu transportieren hat, braucht entsprechend mehr Ersatzteile, weil der Verschleiß größer ist. Seien Sie aber sicher, dass wir die beiden Fahrzeuge der Stiftung sehr sorgfältig behandeln, damit sie lange halten, umso mehr, als die Weltwirtschaftslage dermaßen schwierig ist.

 

Hier einige Neuigkeiten aus den Schulen:

 

In der La Esperanza Schule wurden im ersten Halbjahr 93% der möglichen Leistung erreicht. Nur 6% der Schüler hatten schlechtere Leistungen, dies durch Krankheit, Desinteresse oder mangelnde Unterstützung durch die Eltern. 99% der Kinder schlossen dieses erste Schulhalbjahr ab!

 

Die Vorschule hat an einem Festival teilgenommen und im Sektor den ersten Platz in Poesie erreicht, bald folgt ein Wettbewerb im Bezirk, d.h. Managua und Umgebung, falls sie da wie-der erfolgreich sind und gewinnen, dann ein Wettbewerb auf nationaler Ebene.

 

In der Schule Rey David wurden 90% Schulleistung erreicht und 100% der Kinder schlossen das erste Halbjahr ab.

 

Während des ganzen Semesters haben die Kinder Schulspeisung erhalten, dies soll auch den Rest des Jahres so weitergehen, dies Dank der Unterstützung der Schule Centroamericana, die uns Cerealien zur Verfügung stellt, das Brot kaufen wir wöchentlich, die Eltern spenden den Zucker für die Getreidespeise.

 

Don Pablo Nuñez hat sich völlig aus der Kirche zurückgezogen, die wir mit dem Erbe der deutschen Spenderin gebaut haben, er kommt auch nicht mehr zu Besuch in die Schule. Wir hatten Besuch von seiner ältesten Tochter, die uns informierte, dass er das Gelände der Stiftung überschreiben will, sie würde sich mit uns in Kontakt setzen, aber noch wurde nichts weiter unternommen. Wir haben verschiedentlich bei Don Pablo angerufen, um die Sache zu besprechen, konnten ihn aber nicht erreichen.

 

 

 

In der Martin Luther King Schule findet morgens der Unterricht für die Klassen 1 bis 3 und nachmittags der für die Klassen 4 bis 6 statt. Es wurden 78% schulische Leistung erreicht und 95% der Kinder beendeten das Halbjahr. Dies ist ein großer Erfolg, der zeigt, dass die Eltern die Wichtigkeit der Ausbildung für ihre Kinder begriffen haben.

 

 

Diese Schule hat eine Partnerschaft mit dem Dietrich Bonhoeffer Gymnasium, die es erlaubt, die Schule nach und nach besser auszustatten und seit diesem Semester bekommt sie Unterstützung durch eine Bapstistengemeinde aus New York mit Unterrichtsmaterial und Büchern. Die Lehrer bekommen Materialien vom Erziehungsministerium, außerdem einiges Reinigungszubehör. Außerdem wird sie von der Almori-Stiftung unterstützt, die Solarpanele zur Energieeinsparung installiert hat, und außerdem mit Büchern und Unterrichtsmaterial hilft.

Unterstützung bekommt sie zudem von der Organisation Arcoiris, die zusammen mit dem Erziehungsministerium für die Schulspeisung aufkommt, d.h. Bei Unterrichtsbeginn ein Becher Getreidespeise und mittags ein Mittagessen.

 

 

Die Centroamericana-Schule in Nagarote hat eine schulische Leistung von 97% und eine Halbjahresquote von 100% erreicht. Diese Schule hatte in den letzten Jahren eher wenig Schüler  und muss nun Interessenten abweisen, da die Klassenräume nicht ausreichen. Dies hängt mit der Qualität des Unterrichts zusammen und mit der guten Ausstattung. Auch wenn die Schule nicht viel Platz für die Beschäftigung in den Pausen hat, so verfügt sie über große, gut eingerichtete Klassenräume, und die Schüler bekommen in Zusammenarbeit mit dem Programm PINE ESCOLAR und dem Erziehungsministerium Schulspeisung.

 

 

Der Besitzer des Nachbargrundstücks lebt in den USA und hat uns angeboten, uns einen Teil seines Grundstücks zu verkaufen, damit die Schule ein Gelände mit Spielgeräten und vielleicht einem kleinen Spielfeld für Ballspiele einrichten kann. Einen Preis hat er noch nicht genannt, aber wir haben mit ihm über die ökonomischen Beschränkungen unserer Organisation gesprochen und den dringenden Wunsch, die Schule zu erweitern.

 

 

Insgesamt laufen alle Schulen sehr gut, Gott sei Dank haben wir immer Spender für Unterrichtsmaterial, falls doch mal etwas fehlt, kaufen wir es natürlich, um sowohl den Schülern als auch den Lehrern das bestmögliche Arbeiten zu erlauben.

 

 

Liebe Freunde und Freundinnen, wir danken Euch für Eure Bemühungen, die Ihr allmonatlich

 

unternehmt, um diese Schulen zu unterstützen. Wir sind sicher, Gott gibt Euch weiterhin die

 

Kraft, die Ideen und den Willen, damit wir keine dieser Schulen schließen müssen, weil es an

 

Geld mangelt. Wir hoffen, mit Gottes Hilfe auch in Zukunft weiterarbeiten zu können.

 

 

Gott segne Euch.

 

 

 

 

07.06.2010

Liebe Donya Alheide,

 

ich hoffe und vertraue auf Gott, dass es Ihnen gesundheitlich gut geht! Uns ja, außer der großen Hitze, die nur besser wird, wenn es regnet, aber das kommt nur alle paar Tage vor.

Im Heim läuft alles gut. Wir haben momentan 36 Kinder, die ständig bei uns wohnen und 25 Kinder, die nur tagsüber zur Betreuung ins Heim kommen, quasi wie in ein Therapiezentrum oder eben eine Kinderbetreuung. Diese 25 Kinder sind diejenigen in El Canyon, die diese Betreuung am nötigsten brauchen, sie kommen schon zum Frühstück und gehen nach dem Abendsessen, mit schon gemachten Hausaufgaben.

 

Wir sind sehr glücklich, denn eine Beauftragte des Erziehungsministeriums war da, um unsere Papiere für die Erteilung einer Genehmigung zur Weiterarbeit mitzunehmen. Die Dame erzählte uns, dass zunächst die Order galt, die Heime zu schließen, sie sei eigentlich diejenige gewesen, die das Heim Puente de Amistad schließen sollte, aber nun hätten sich die Absichten geändert und wir hätten nichts mehr zu befürchten. Gott sei dafür gedankt! Wir hätten natürlich mit den Kindern aus der Gemeinde weitergearbeitet, aber welche großartige Dummheit der Regierung, denn auch wenn sie es am liebsten leugnen wollen, so gibt es doch jeden Tag mehr Armut in diesem Land und dadurch mehr verlassene, misshandelte und missbrauchte Kinder, deshalb sind diese Heime so überaus wichtig.

 

Auch die Schulen laufen sehr gut. Die Lehrerinnen haben wegen ihrer erbetenen Gehaltserhöhung nachgefragt. Barbara hatte Carolina geschrieben, dass die Freundschaftsbrücke je nach verfügbaren Mitteln eine Zulage von 25 Dollar bezahlen wollte, aber letzte Woche kam der Bericht von Roswitha, dass noch 25.000 Dollar für die nächste Quartalszahlung fehlen. Wir haben den Direktorinnen daraufhin mitgeteilt, dass wir zunächst beten müssen, dass Gott die Herzen der Spender öffnet, sodass wenigstens die Gehälter überwiesen können, und dass vorläufig an keine Zulage zu denken ist. Wir verstehen die Situation sehr gut, jedoch ist in Nicaragua die Lage so viel schlimmer. Was uns aufrecht erhält, ist das absolute Vertrauen auf Gott, dass er sein Werk erhält und es uns ermöglichen wird, weiterzuarbeiten.

Im Familienprojekt haben wir nach wie vor 46 Familien. 45 bekommen den Sack mit Grundnahrungsmitteln, eine bekommt Bargeld zur Unterstützung. Es handelt sich dabei um Donya Rosita, die damals bei Sonia im Heim gearbeitet hat und die den autistischen Carlitos Tórrez adoptiert hat. Das Kind bekommt therapeutische Behandlung und dafür braucht Rosita Hilfe beim Fahrgeld.

Einen ganz herzlichen Gruß aus Nicaragua, wir haben Sie immer in unseren Herzen.

 

Gott segne Sie und die Freunde und Freundinnen der Freundschaftsbrücke,

 

Nidia

 

 

Mai 2010 berichtet Nidia:

Schulen

 

 

La Esperenza musste umziehn. Wir denken, wenn die Eigentümer sehen, dass die Schule gestrichen und in guten Zustand versetzt wurde, erhöhen sie entweder die Miete oder möchten selbst wieder in das Gebäude ziehen. Deshalb mussten wir Sandra Geld geben, um die neue Schule herzurichten. Barbara hat die Schule schon gesehen und obwohl sie wie jedes gewöhnliche Haus nicht optimal als Schule geeignet ist, so ist sie doch ziemlich groß und passend. Wir hoffen, wir können dort eine Weile bleiben und müssen nicht nächstes Jahr schon wieder ein neues Gebäude suchen.

 

 

 

Die Gehälter im Februar sind höher, da wir eine zusätzliche Lehrerin eingestellt haben, um die erste Klasse in der Martin Luther King Schule zu teilen, sie hat den halben März und den ganzen Februar gearbeitet, d.h. Die Summe im März wird zunächst einmal beibehalten, wenn keine Vertretungen bezahlt werden müssen.

 

Im Moment hat das Erziehungsministerium eine Erhöhung von 200 C$ für Oberschul- und eine Erhöhung von 150 C$ für Grundschullehrer genehmigt. Die Lehrer sind damit nicht zufrieden und organisieren zeitweise Streiks - immer für einige Stunden - denn sie möchten, dass die Regierung ihr Versprechen hält und jedes Jahr die Gehälter um 500 C$ erhöht, bis sie das Niveau anderer mittelamerikanischer Staaten erreichen.

 

Die Lehrer haben uns um diese Erhöhung gebeten als wir mit Barbara die Schulen besucht haben. Sie warten nun auf eine Entscheidung Ihrerseits. Wir haben die Situation der Freundschaftsbrücke im Detail erläutert, was die Spendeneingänge in Deutschland betrifft und hoffen, sie haben dafür Verständnis.

 

 

 

 

 

Kinderheim

 

Im Januar haben wir von Orphan Network 100 Dollar für den Kauf von Schuhen für alle Kinder im Heim bekommen. Ebenfalls im Januar kauften wir Kleidung für die Mädchen und Schuluniformen für alle Kinder im Heim. Im Februar wurde noch eine fehlende Uniform gekauft

 

Im Januar kauften wir einige sehr günstige Leintücher für Bettwäsche für das Jungenhaus.

 

 

Brenn- und Treibstoffe: obwohl international das Benzin nicht teurer wird, gehen hier in Nicaragua die Preise fast wöchentlich hoch. Wir versuchen zu sparen, doch wird dies immer schwieriger.

 

Im Januar haben wir fürs Heim 2 Acryltafeln, 2 Klapptische, 4 kleine Tische für Computer und 7 Plastikstühle gekauft. All dies bekamen wir gebraucht von einer Computerschule, die geschlossen hat. Im März kauften wir ein Ladegerät (?) und Akku für den Computer im Büro.

 

 

 

Wir arbeiten weiterhin mit den bei uns wohnenden Kindern und den Kindern aus der Gemeinde. Zur Zeit haben wir zusätzlich einen vierjährigen Jungen, der aus Costa Rica zurückgebracht wurde. Zwei Familien erheben Anspruch auf das Kind, deshalb werden jetzt DNA-Tests vorgenommen. Inzwischen lebt das Kind bei uns.

 

 

 

Letzte Woche erfuhren wir vom Tod von Juan Basilio, neun Jahre alt, der für mehr als ein Jahr hier im Heim gelebt hatte, bevor er auf Initiative der Regierung zu seiner Familie zurückgebracht wurde. Danach war er mit zwei Geschwistern in einem SOS-Kinderdorf, von wo er ausriss, und dann von einem Auto überfahren wurde, als er über die Straße wollte. Die Familie macht nun die Regierung verantwortlich. Wir sind schockiert, denn sie haben das Kind aus dem Heim geholt, um es seiner Familie zurückzubringen. Es ging ihm hier gut, als sie ihn abholen kamen, wollte er nicht mitgehen, aber wir konnten nichts gegen diese Entscheidung der Regierung tun.

 

 

Familienprojekt

Es sind immer noch 46 Familien im Programm, die Ihnen für die große Hilfe sehr dankbar sind. Barbara konnte einige Familien besuchen und die große Armut erleben, unter der sie leiden. Überwiegend sind es alleinerziehende Frauen, die von ihren Männern verlassen wurden. Im Namen dieser Familien danken wir Ihnen von Herzen.

Wir mussten zwei Frauen aus El Canyon, die zum Familienprogramm

gehören, mit Medikamenten helfen: María Teresa und Dominga.

 

 

 

Alle Kinder im Programm konnten mit Uniformen, Schuhen und Schultaschen ausgestattet werden.  Wir haben für die kleine Matildita die Schulbücher gekauft. Die Mutter musste viel Geld aufwenden, um ihr eine Zahnspange zu bezahlen. Deshalb haben wir da geholfen. Das Kind ist die beste Schülerin in ihrem Jahrgang. Die Zahnspange war dringend nötig, die Zähne waren total durcheinander und haben schon das Gesicht des Kindes verformt.

 

 

 

Januar 2010 berichtet Nidia:

 Wir brauchen sicher nicht zu betonen, dass wir sparen, wo wir können, aber alle Preise steigen von Woche zu Woche. Wir denken, es hängt mit der Erhöhung der Treibstoffpreise zusammen, die zwar weltweit fallen, aber in unserem Land trotzdem ständig steigen.

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Wir wissen, dass die chaotische wirtschaftliche Situation nicht nur unser Land betrifft, das

 

können wir an den Spenden unserer üblichen Spender erkennen, die nicht mehr ausreichen,

 

um uns wie früher zu helfen, wie zum Beispiel die meines Sohnes Roberto und meines

 

Enkels Raúl, aber wir hoffen immer, dass deren Situation sich wieder bessert und sie wieder

 

ihr Scherflein beitragen können, wie früher.

 

Leider haben wir wieder ein Defizit, und das trotz der Hilfe durch Orphan Network. Im No-

 

vember haben wir das Weihnachtsgeld der Heim-Angestellten, der Lehrer und 

 

des Supervisors bezahlt. Von Orphan Network haben wir Geld bekommen, um das Weih-

 

nachtsgeld und Urlaubsgeld eines Wächters zu bezahlen und das der Wochenenderzieher,

 

dies war die Überweisung von 3138 US$ im Dezember.

 

Wir bekommen immer noch die Unterstützung von unseren spanischen  Freunden, von

 

denen die Psychologin bezahlt wird. In Spanien hat die wirtschaftliche Situation bewirkt,

 

dass die Infova unglücklicherweise die Zahl ihrer Mitarbeiter reduziert hat, trotzdem helfen

 

sie uns weiterhin mit ihrer vierteljährlichen Spende. Vielen Dank dafür, wir haben Euch

 

immer in unseren Herzen mit viel Dank und Liebe, wir wissen, wenn Ihr mehr tun könntet,

 

würdet Ihr es tun!

 

Orphan Network spendet für den Kauf von Fleisch und Gemüse, sie bezahlen einen Wächter,

 

zwei Englischlehrer, einen für vormittags und einen für nachmittags, zudem das Fahrgeld für

 

die Kinder, die in El Crucero die Oberstufe besuchen, und die Wochenend-Erzieher. Sie

 

haben für den Kauf von 5 Computern gespendet, damit wir 2010 mit Computer-Unterricht

 

für die Jugendlichen im Heim beginnen können, sie bezahlen die Internetkosten und in

 

Zukunft den Informatik-Lehrer.

 

Sie wollen zukünftig auch den Musiklehrer bezahlen, der zur Zeit den Kindern Samstag-

 

nachmittags Musikunterricht erteilt. Sie haben auch eine Ärztin bezahlt, der alle Heimkinder

 

und alle Kinder aus der Gemeinde untersucht hat, die täglich zum CDI kommen (Centro

 

de Desarrollo Infantil - darüber berichten wir im Bericht des Heimes)

 

Außerdem will Orphan Network uns dabei helfen, für die Kinder, die keine Geburtsbeschei-

 

nigung haben, einmal im Monat Geburtstagsfeiern zu organisieren, außerdem wollen sie

 

eine Wahl zum "Angestellten des Monats" machen, um die Angestellten noch mehr zu

 

motivieren, obwohl wir sicher sind, dass all unsere Angestellten den ersten Preis verdient

 

hätten.

 

 

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Wir danken unseren Freunden von der Freundschaftsbrücke, die ihre knappe Zeit opfern, um immer das nötige Geld für alle Projekte überweisen zu können, wir wissen um Eure Anstrengungen und schätzen sie enorm!

 

 

 

Dasselbe gilt für unsere nordamerikanischen Geschwister, die uns durch Orphan Network,

die Kirchengemeinden und Jugendgruppen helfen, die das ganze Jahr über Bedürfnisse,

wie z.B. Bettwäsche, Handtücher, Kleidung, Schuhwerk und Medikamente, erfüllen.

Wir danken unseren spanischen Freunden, dafür, dass sie immer ein Ohr für unsere Be-

dürfnisse haben, z.B. Die Spende für den Microbus, den Bau der Bibliothek und den Besuch

von Profis, die bei der Fortbildung unserer Angestellten helfen und den Kindern bei ihrer

psychischen Gesundung.

Wir danken allen Familien im Ausland, die sich für das Heim verantwortlich fühlen, wie z.B.

die Familie Cabrera, Erwin, Julieta und ihre Kinder, Violeta, Roberto, den beiden Raúls,

 

Rey David:

 

Das Schuljahr 2009 wurde mit einem Leistungs-Durchschnitt von 97% und einer Durchhalte-

quote von 94% abgeschlossen. 12 Kinder feierten ihren Kindergartenabschluss und 12 Kinder

ihren Schulabschluss nach der 6. Klasse. Die Kinder bekamen von uns Hefte und Stifte zu

Beginn der Semester und sie bekamen das ganze Schuljahr über Schulspeisung. Alle vorge-

sehenen Inhalte des Lehrplans wurden vermittelt und alle Lehrer nahmen an den vom

Erziehungsministerium durchgeführten Fortbildungen teil.

 

Die Erstklässler bekamen Einzelunterstützung und von 22 kamen 20 in die zweite Klasse, mit

schon sehr guten Fähigkeiten im Lesen und Schreiben.

Dieser Schule fehlt es besonders an Schulbüchern. Das Erziehungsministerium stellt für diese Schule keine Textbücher zur Verfügung und die Eltern sind so arm, dass sie sich keine leisten können.

Die Lehrerinnen machen viel Gruppenarbeit und vervielfältigen Material, dass die

Kinder innerhalb der Gruppen damit arbeiten können.

 

Einige Kinder fehlen in der Schule, weil ihre Eltern sie mit zur Feldarbeit nehmen oder sie auf die Straße zum Arbeiten schicken. Die Direktorin und die Lehrerinnen leisten ständig Überzeugungsarbeit, damit die Eltern verstehen, dass sie ihren Kindern dadurch schaden.

 

La Esperanza:

 

Hier wurde das Schuljahr mit einem Leistungsdurchschnitt von 91% abgeschlossen und auch

mit 91% Durchhaltequote. Diese Schule befindet sich im Stadtzentrum Managuas und obwohl die Eltern arm sind, schicken sie doch zu 95% ihre Kinder mit Frühstück in die Schule.

Für Unternehmungen und die Promotion der 6. Klasse bekamen wir vom Bürgermeisteramt

Managuas Unterstützung.

Auch wenn in diese Schule keine Kinder aus dem Familienhilfsprogramm gehen, so unter-

stützen wir doch wo nötig die Familien, z.B. Mit Uniformen, Schulmaterialien und Nahrung.

 

 

 

 

 

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Martin Luther King:

Ein großer Erfolg war die große Zahl der Kinder, die die Schule ganz gemacht haben: es

gingen 23 Schüler vom Kindergarten ab und 23 vollendeten die 6. Klasse.

 

Neu ist die Nutzung der Bibliothek für Hausaufgaben und zum Lesen durch die Schüler. Diese Bibliothek wird mit Hilfe von Billy Lulan von der Nueva Esperanza-Kirche noch besser ausgestattet.

 

Die Lehrer bekamen von der Almory-Stiftung ein Bücherregal voller Bücher und Schulmate-

ialien für Lehrer. Außerdem wurden 3 Solarpanele angebracht, die sei August 2009 ihren

Dienst tun.

Das ganze Jahr über wurde diese Schule durch das Erziehungsministerium und die Delega-

tion aus El Crucero sehr unterstützt. Sie bekam Lernmaterialien und Schulspeisung. Jedes

Kind bekam täglich eine Portion Getreidekost zum Frühstück und zum Mittagessen. Die

Mütter der Familien kommen im Turnus zum Zubereiten der Lebensmittel.

 

In dieser Schule wurde das Alphabetisierungsprogramm der Regierung durchgeführt, mit Un-

terstützung einer Erzieherin des Heimes haben diese Erwachsenenfortbildung 15 Personen abgeschlossen.

Es wurden verschiedene Wettbewerbe auf regionalen Niveau in den Bereichen Sprache, Lite-

ratur, Spanisch und Mathematik gewonnen, ebenso eon Preis der Almory-Stiftung für die

Erhaltung überlieferter Kultur im Bereich Tanz.

Wie auch in den anderen Schulen fehlt es an Lehrbüchern, insbesondere in Mathematik und

Spanisch.

Centroamericana in Nagarote

 

91% der Schüler führten ihre Schulausbildung zu Ende, die anderen 9% gehen auf Kosten

von Umzügen, Anpassungs- oder Disziplinschwierigkeiten. Es gibt wenig Unterstützung seitens

der Eltern trotz der Besuche und der Einbestellungen durch die Direktorin und die Lehrer.

Die Kinder bekommen täglich zu essen, dies bereiten die Mütter der Familien zu.

Die ganze Lehrerschaft hat an den vom Erziehugnsministerium angebotenen Fortbildungen

teilgenommen.

Das Schuljahr 2010 beginnt am 02. Februar und alle Schulen bereiten sich darauf vor.

In der La Esperanza-Schule wird es möglicherweise eine Veränderung geben. Wenn die

Schülerzahlen nicht steigen, muss eine Lehrerin abgezogen werden. Sandra ist darüber sehr

besorgt, da das Team schon seit Jahren sehr gut zusammenarbeitet, aber es muss auch -

wirtschaftlich im Sinne der Fundacion gedacht werden, wir erwarten, dass dieses Jahr noch

schwieriger wird, deshalb werden wir sparen, wo möglich.

 

Wir danken Gott und der Freundschaftsbrücke dafür, dass wir die Möglichkeit haben, 750

Kindern eine Schulbildung geben zu können, dank unseres ausgezeichneten Personals sehr

erfolgreich und sehr aufmerksam auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt

 

Leider haben nicht alle vier Schulen die gleiche Unterstützung wie Martin Luther King oder

Centroamericana durch das Erziehungsministerium, aber mittelbar profitieren natürlich auch

La Esperanza und Rey David, dafür danken wir Gott auch.

 

 

 

 

September 2009 berichtet Nidia:

Kinderheim:

Zur Zeit haben wir 29 Kinder, die ständig bei uns leben. 15 hat und das Familienministerium vermittelt, 14 haben wir selbst aufgenommen.

Jeden Tag kommen zwischen 6 Uhr morgens und 4 Uhr nachmittags 24 Kinder aus der Gemeinde.Sie frühstücken bei uns, gehen zur Schule, essen Mittag, machen ihre Hausaufgaben und gehen wieder nach hause, nachdem sie noch eine Zwischenmahlzeit bei uns hatten.

Diese Arbeit haben wir aufgenommen, da uns das Familienministerium angewiesen hat, mit den Kindern aus der Gemeinde präventiv zu arbeiten. Sie teilten mit, dass sie nicht vorhätten, Heime ganz zu schließen, dass im Rahmen des "Programa Amor" jedoch auf diese Art der Arbeit wertgelegt werde.

 

Zur Zeit gibt es große personelle Veränderungen im Ministerium, nur die Delegationen arbeiten unverändert. Niemand weiß momentan genau, was für eine Politik zukünftig vertreten werden wird, zur Zeit gibt es nur viele Gerüchte und die bringen uns nicht weiter. Wir arbeiten unsererseits so gut wie möglich weiter, trotzdem werden Kinder in ihre Familien zurückgegeben, auch wenn diese nicht für die Kinder geeignet sind, das ist aber erklärte Absicht des Präsidentenpaares.

 

Patenschaften:

Wir unterstützen nach wie vor 46 Familien. Die wirtschaftliche Lage wird von Tag zu Tag schlimmer, das Schlimmste ist, dass keine Besserung abzusehen ist. Im Gegenteil, alle politischen Analysen sagen eine weitere Verschlechterung vorher.

 

Schulen:

Reinigungsmittel: wir haben Desinfektionsmittel gekauft um die Verbreitung des Grippevirus H1N1 zu vermindern einen Fall anzuzeigen. Die Behörden schließen Schulen, in denen das Grippevirus auftritt!. Gott sei Dank waren die Schulen bis jetzt nicht betroffen.

Im Namen aller Schüler, der Lehrer, Direktorinnen und der Verwaltung danken wir Ihnen dafür, dass 700 nicaraguanische Kinder aus armen Familien die Möglichkeit haben, die Schule zu besuchen und so eine christliche und weltliche Bildung zu erfahren.

 

01.05.2009  Carolina schreibt aus Nicaragua:

Es war wirklich ein Fehler in der Lehrertabelle, insgesamt sind das 5473,85 US$. Sozialversicherung und Inatec müssen laut Gesetz monatlich bezahlt werden.

Ich habe schon früher geschrieben, dass die Sozialversicherung und die Inatec auch Gründe für unser Haushaltsminus sind, wenn die Gehälter erhöht werden, steigen automatisch auch diese Posten, aber Ihr schickt diese Summe bei der Erhöhung nicht mit. Meinst Ihr, es wäre möglich, diesmal die Sozialversicherung und die Inatec mitzuschicken?


Was die Wächter anbelangt: nur die der Martin Luther King Schule sind im Haushalt der Freundschaftsbrücke enthalten. Die anderen 3 Schulen zahlen ihre Wächter selbst. Ich persönlich denke, diese Wächter sollten auch in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Es handelt sich um Männer, die in der Nähe der Schulen wohnen oder die die Direktorinnen kennen und sie arbeiten quasi aus Freundschaft, denn sie verdienen sehr wenig. Wenn Ihr es in Ordnung findet, ich denke, die Lohnerhöhung wäre für sie eine große Hilfe!


Nun zur Sickergrube: ich muss mich vielmals entschuldigen: wir haben sie schon gebaut, wir konnten nicht warten, da die Abwässer herausflossen, das war in der Tat zurückzuführen auf einen groben Fehler des Ingenieurs. Als er die erste Grube baute stieß er auf eine Steinschicht und hat nicht weiter gegraben. Der Stein verhindert, dass der Boden die Abwässer aufnimmt, und so füllt sich die Grube. Es gab keine Möglichkeit, sie zu reparieren. Wir mussten so schnell wie möglich eine Neue bauen, um eine Epidemie zu verhindern.

Ich fände es toll, wenn Ihr uns mit der Mauer helfen könntet, das ist unser anderes dringendes Projekt; denn die Kriminalität ist stark gestiegen in El Canyon und es wird uns viel gestohlen. Wie wir Euch schon geschrieben haben, bezahlt uns Orphan Network einen zweiten Wächter.

Zu der Anzahl der Angestellten:
Verwaltung: 5 (Nidia, Carolina, Juan Carlos, Josué und Darling). Vielleicht könnten wir Darling mit in die Erhöhung für die Verwaltung einschließen?

Heim: 12 Personen: 1 Direktorin, 4 Erzieher, 1 Schreiner, 1 Köchin, 2 Gärtner/Geländepfleger und 3 Wächter.

Lehrer: 35 Personen: 4 Direktorinnen, 26 Lehrer, 2 Wächter (die momentan schon im Haushalt enthalten sind) + 3 Wächter, die nicht im Haushalt enthalten sind.

Was die junge Frau anbelangt, die ins Heim kommen will, so ist sie herzlich willkommen, es ist uns ein Vergnügen! Mit allen jungen Leuten hatten wir eine prima Beziehung. Ich weiß nicht, ob ihr Euch erinnert, dass ich früher schon mal geschrieben habe, dass wir es vorziehen Lehrer oder sonstige ausgebildete Leute hier zu haben. Im Moment haben wir für 2 Monate eine junge spanische Psychologin, die mit der Psychologin im Heim zusammenarbeitet und die Kinder mit behandeln wird. Sie kam über unsere spanischen Freunde, zwei Tage später kam eine Portugiesin und am 30. April kommt noch eine spanische Psychologin.

Sehr liebe Grüße an alle Freundinnen der Freundschaftsbrücke, und unseren herzlichen Dank für Eure Mühen für uns!

Gott segne Euch und behüte Euch auf Euren Wegen.

Carolina

 

 

 

30.03.2009  Carolina schreibt aus Nicaragua:

Hallo liebe Freundinnen und Freunde!

ich schicke  anbei die Tabelle mit den Schülerzahlen für Anfang 2009.

Die Situation ist noch dieselbe, wenn nicht schlimmer, die Direktorinnen und die Lehrerinnen müssen

zu den Schülern nach Hause und viel Überzeugungsarbeit leisten, damit sie in die Schule kommen.

Es sind ein bisschen weniger Schüler als letztes Jahr, aber gegen Mitte des Semesters kommen

 gewöhnlich noch einige Schüler dazu.

Außerdem will ich Euch mitteilen, dass das Erziehungsministerium die Gehälter der Lehrer um 500 Córdoba (25 Dollar, A.d.Ü.) monatlich erhöht hat, rückwirkend zum Januar. Den Gehältern liegt ein Wechselkurs von 20 Córdoba/1Dollar zugrunde,
wir zahlen sie aber nicht in Dollar aus. Sie verdienen bisher 3000 Córdoba, beim gegenwärtigen Wechselkurs sind das 150 Dollar. Wenn Ihr pro Lehrer 185 schicken würdet, hätten sie eine Erhöhung von 35 Dollar, das wäre hervorragend. Sie verdienen sehr wenig verglichen mit der ganzen Arbeit, die sie leisten. Problematisch ist es, wenn sie beschließen, den Arbeitsplatz zu wechseln und wir ihnen eine Abfindung zahlen müssen, welche auch gesetzlich vorgeschrieben und nicht in unserem  Haushalt vorgesehen ist.

Es wäre gut, wenn Ihr darüber diskutiert, diese Erhöhung auch unseren Lehrern zu geben. Das Ministerium bezahlt das Märzgehalt schon mit der Erhöhung und im April zuzüglich der beiden ersten Monate. Ich denke, Ihr könnt das erst im April entscheiden und uns dann informieren, ich sage das so den Lehrern, denn alle Direktorinnen haben danach gefragt. Ich habe ja erzählt, wie schwierig die Situation im Land ist und wie furchtbar wenig die Lehrer verdienen.

Ich drück alle Freundinnen der Freundschaftsbrücke fest,

Carolina