Die Schule La Esperanza konnte gekauft werden!

Eine gute Nachricht

Wir haben es geschafft, die Schule La Esperanza zu kaufen!

Vielen herzlichen Dank an die Spender!!

Im April 2013

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Rundbrief 2013

Kommunikation ist großgeschrieben zu Beginn dieses Jahres zwischen den Mitarbeitern der Freundschaftsbrücke hier in Deutschland und drüben in Nicaragua! Grund ist ein Ereignis, das uns alle beschäftigt, wenn auch auf unterschiedlichen Ebenen: das Gebäude, das wir seit Jahren als Sitz der Schule La Esperanza mieten, steht nach dem Tod des Besitzers zum Verkauf, da die Erben zum Teil ausbezahlt werden müssen. 

Dieses Gebäude ist an sich ein Wohnhaus, aber in gutem Zustand, wie uns der Bauingenieur Donayre, mit dem wir vor Ort arbeiten, versichert. 30.000 US-Dollar soll es kosten. Das ist zwar billig für das Haus, aber für uns eine Riesensumme!

Was tun? Die Schule liegt uns allen im Projekt aus verschiedenen Gründen besonders am Herzen: Sie befindet sich in einem besonders armen Stadtteil von Managua, wo es keine Alternative für die Schüler gibt. Das Schulfrühstück, das sie von uns bekommen, ist für einige die einzige regelmäßige Mahlzeit. Eine andere Schule ist nicht in Reichweite, geschweige denn eine, die kein Schulgeld verlangt. Unsere Direktorin Sandra und die anderen Lehrerinnen dort arbeiten seit vielen Jahren mit besonderem Einsatz und großem Erfolg mit den Schülern aus diesem problematischen Viertel. 

Unser Traum war immer, ein Grundstück in erreichbarer Nähe zu finden, und dort – wenn möglich mit Unterstützung des Bundesministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit – eine Schule zu bauen. Aber seit Jahren ist diese Suche ergebnislos verlaufen. 

Nach etlichen Mails und Telefongesprächen haben wir beschlossen: Wir wollen es wagen! Für einen Teil der 10.000 Dollar Anzahllung können unsere Mitarbeiter in Nicaragua durch Spenden von engagierten Freunden und Familien-angehörigen der Direktion im Ausland selber sorgen. Außerdem wollen sie durch besondere Aktionen zusätzlich Spenden erwirtschaften. 

Auch hier haben schon einige treue Freunde großzügig beigetragen, sobald wir begonnen hatten, für die Sache zu werben. Die Schule ist manch einem in Deutschland ja bekannt – sei es durch eigene Besuche dort, oder aber durch den eindrucksvollen Besuch der Direktorin Sandra hier bei uns 2004. Trotzdem bleibt noch eine erhebliche Summe übrig, für die wir einen Kredit benötigen. Wir bitten Sie deshalb: unterstützen Sie uns nach Kräften, damit dieser Kredit so gering wie möglich ausfallen kann und auch bald zurückbezahlt ist! Das Projekt ist die Mühe wert!

Ältere Nachrichten aus Nicaragua ...

Im Bericht über die Monate Januar bis März 2009 schrieb Nidia u.a.

Kinderheim:
Im Februar bauten wir die Bibliothek fertig und bezahlten den Rest in zwei Raten von je 1200 US Dollar. Wir haben sie von einer Spende von 6000 Dollar unserer spanischen Freunde gebaut.
Dies musste dringend geschehen, da die vorhandene Sickergrube von Tag zu Tag schneller volllief und die Leerung uns sehr viel kostete.

Im Moment haben wir nur 38 Kinder im Heim, 20 Jungen und 12 Mädchen und 6 kleine Kinder. Durch einige Leute, die wir im Ministerium kennen, haben wir erfahren, dass dieses momentan nicht plant, weiter Kinder in Heime zu bringen. Seit Januar haben sie uns ohne Erklärung die Unterstützung gestrichen, wir haben vergebens um Termine gebeten, sogar bei der Ministerin.

Wir wissen, dass Jesus Christus unser Fürsprecher ist und all unsere Bedürfnisse kennt. Auch wenn die soziale und wirtschaftliche Lage im Heim schwierig ist ist dies im Heim nicht spürbar. Alle Kinder sind gut genährt und ohne Zeichen für Fehlernährung. Auch die Kinder, die in diesem Zustand angekommen sind, haben die Krise überwunden und haben nur allgemeine Krankheiten wie die Grippe gehabt.

Allerdings ist in El canyon die Kriminalität stark angestiegen. Ständig dringen Leute ins Gelände des Heims ein, um zu sehen, was sich stehlen lässt.
Mit Unterstützung von Orphan Network haben wir einen weiteren Wächter einstellen können, der das Gelände im Jungenbereich bewacht, wo man leicht reinkommt. Wir müssen dringend die Mauer fertigbauen, damit mehr Sicherheit herrscht.
Dasselbe geschieht mit den Obstbäumen, sie dringen in den Garten ein und stehlen uns die Bananenstauden und Maiskolben etc, wir haben immer bei allem, was wir pflanzen, Verlust.
Am 14. April bekamen wir Besuch von Cristina Centena, die 2 Monate bleibt und uns bei der psychologischen Betreuung der Kinder unterstützen und Seminare für die Erzieher halten wird.
Sie wird von zwei weiteren Mitarbeitern von unseren spanischen Freunden von Infova begleitet.

Patenschaften
Wir haben das Jahr mit denselben 46 Familien angefangen. Wie schon früher erklärt, gibt es Monate, in denen wir die Nahrungsmittel billiger kaufen können, dies gelang im Januar nicht, der war der teuerste des ganzen Quartals. In diesem Monat war alles besonders teuer, auch der Treibstoff.
Alle Kinder im Schulalter haben von uns ihre Uniformen bekommen, d.h. zwei weiße Hemden bzw. Blusen, blauer Rock oder Hose, Schuhe und Ranzen. Es ist unglaublich, wie sehr die Kinder und die Eltern sich freuen, wenn sie diese große Hilfe erhalten. Gottseidank sind hier die Preise im Vergleich zum Vorjahr nicht so sehr gestiegen, wenigstens sind sich die Händler der schlimmen Krise bewusst, die wir durchmachen

Als wir die Lebensmittel verteilten, haben wir auch die 10 Dollar verteilt, die jede Familie erhalten sollte, die schriftliche Quittung haben wir gefaxt.
Einmal mehr danken wir Ihnen für die riesige Hilfe, die Sie diesen 46 Familien über die Jahre hinweg leisten. Wir möchten auch der Familie danken, die das Bargeld für dieses Geschenk gespendet hat, Gott segne Sie heute morgen und immer.

Schulen

Sozialversicherung und Inatec: die Angestellten zahlen 6,25 % ihres Gehaltes, der Arbeitgeber zahlt 15 % Papier und Schulbedarf: Das Ministerium hat den Lehrplan geändert, die neuen Materialien aber nur den staatlichen Schulen gestellt. Deshalb mussten wir 4 Sätze der entsprechenden Fotokopien anschaffen. Für jede Schule einen.

Unterhalt und Reparatur Gebäude:

In der Schule Rey David wurde das gesamte Elektro-System erneuert, um ohne Schaden Computer anschließen zu können. Das kostete 347,59 Dollar.

In der Martin Luther King Schule haben wir die Sicherung der Küche verstärkt. Einige Räuber aus der Gemeinde sind mehrfach eingebrochen und haben Nahrungsmittel entwendet. Die Polizei war da und hat ermittelt. Sie hat sie auch einige Tage festgenommen, aber auch wieder auf freien Fuß gesetzt. Als Entschädigung kamen sie und brachten Bohnen und Mais ins Heim.

Die Schulen, die Schulspeisung erhalten, sind die MLK und die Centroamericana-Schule. Wenn dort Lebensmittel übrig sind verwenden wir sie im Heim bzw in der Rey David Schule. Manchmal müssen wir diese auch kaufen, weil nichts übrig ist.

Dies ist für den Moment alles, wir hoffen, alles genau genug erklärt zu haben, was an Ausgaben dieses Quartal angefallen ist und wir danken vielmals, zunächst Gott, dann unseren Freunden von der Freundschaftsbrücke, von Orphan Network, den Companyeros en Cristo und all unseren Freunden und Angehörigen, zu deren Leben das Heim gehört, und die uns immer unterstützen.

Vielen Dank Euch allen, Gott segne Euch,

Nidia S. de Guadamuz

Carolina schreibt aus Nicaragua 01.05.2009:

Es war wirklich ein Fehler in der Lehrertabelle, insgesamt sind das 5473,85 US$. Sozialversicherung und Inatec müssen laut Gesetz monatlich bezahlt werden.

Ich habe schon früher geschrieben, dass die Sozialversicherung und die Inatec auch Gründe für unser Haushaltsminus sind, wenn die Gehälter erhöht werden, steigen automatisch auch diese Posten, aber Ihr schickt diese Summe bei der Erhöhung nicht mit. Meinst Ihr, es wäre möglich, diesmal die Sozialversicherung und die Inatec mitzuschicken?

Was die Wächter anbelangt: nur die der Martin Luther King Schule sind im Haushalt der Freundschaftsbrücke enthalten. Die anderen 3 Schulen zahlen ihre Wächter selbst. Ich persönlich denke, diese Wächter sollten auch in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Es handelt sich um Männer, die in der Nähe der Schulen wohnen oder die die Direktorinnen kennen und sie arbeiten quasi aus Freundschaft, denn sie verdienen sehr wenig. Wenn Ihr es in Ordnung findet, ich denke, die Lohnerhöhung wäre für sie eine große Hilfe!

Nun zur Sickergrube: ich muss mich vielmals entschuldigen: wir haben sie schon gebaut, wir konnten nicht warten, da die Abwässer herausflossen, das war in der Tat zurückzuführen auf einen groben Fehler des Ingenieurs. Als er die erste Grube baute stieß er auf eine Steinschicht und hat nicht weiter gegraben. Der Stein verhindert, dass der Boden die Abwässer aufnimmt, und so füllt sich die Grube. Es gab keine Möglichkeit, sie zu reparieren. Wir mussten so schnell wie möglich eine Neue bauen, um eine Epidemie zu verhindern.

Ich fände es toll, wenn Ihr uns mit der Mauer helfen könntet, das ist unser anderes dringendes Projekt; denn die Kriminalität ist stark gestiegen in El Canyon und es wird uns viel gestohlen. Wie wir Euch schon geschrieben haben, bezahlt uns Orphan Network einen zweiten Wächter. 

Zu der Anzahl der Angestellten:

Verwaltung: 5 (Nidia, Carolina, Juan Carlos, Josué und Darling). Vielleicht könnten wir Darling mit in die Erhöhung für die Verwaltung einschließen?

Heim: 12 Personen: 1 Direktorin, 4 Erzieher, 1 Schreiner, 1 Köchin, 2 Gärtner/Geländepfleger und 3 Wächter.

Lehrer: 35 Personen: 4 Direktorinnen, 26 Lehrer, 2 Wächter (die momentan schon im Haushalt enthalten sind) + 3 Wächter, die nicht im Haushalt enthalten sind.

Was die junge Frau anbelangt, die ins Heim kommen will, so ist sie herzlich willkommen, es ist uns ein Vergnügen! Mit allen jungen Leuten hatten wir eine prima Beziehung. Ich weiß nicht, ob ihr Euch erinnert, dass ich früher schon mal geschrieben habe, dass wir es vorziehen Lehrer oder sonstige ausgebildete Leute hier zu haben. Im Moment haben wir für 2 Monate eine junge spanische Psychologin, die mit der Psychologin im Heim zusammenarbeitet und die Kinder mit behandeln wird. Sie kam über unsere spanischen Freunde, zwei Tage später kam eine Portugiesin und am 30. April kommt noch eine spanische Psychologin.

Sehr liebe Grüße an alle Freundinnen der Freundschaftsbrücke, und unseren herzlichen Dank für Eure Mühen für uns!

Gott segne Euch und behüte Euch auf Euren Wegen.

Carolina

Carolina schreibt aus Nicaragua 30.03.2009 :

Hallo liebe Freundinnen und Freunde!

ich schicke  anbei die Tabelle mit den Schülerzahlen für Anfang 2009.

Die Situation ist noch dieselbe, wenn nicht schlimmer, die Direktorinnen und die Lehrerinnen müssen

zu den Schülern nach Hause und viel Überzeugungsarbeit leisten, damit sie in die Schule kommen.

Es sind ein bisschen weniger Schüler als letztes Jahr, aber gegen Mitte des Semesters kommen gewöhnlich noch einige Schüler dazu.

Außerdem will ich Euch mitteilen, dass das Erziehungsministerium die Gehälter der Lehrer um 500 Córdoba (25 Dollar, A.d.Ü.) monatlich erhöht hat, rückwirkend zum Januar. Den Gehältern liegt ein Wechselkurs von 20 Córdoba/1Dollar zugrunde, wir zahlen sie aber nicht in Dollar aus. Sie verdienen bisher 3000 Córdoba, beim gegenwärtigen Wechselkurs sind das 150 Dollar. Wenn Ihr pro Lehrer 185 schicken würdet, hätten sie eine Erhöhung von 35 Dollar, das wäre hervorragend. Sie verdienen sehr wenig verglichen mit der ganzen Arbeit, die sie leisten. Problematisch ist es, wenn sie beschließen, den Arbeitsplatz zu wechseln und wir ihnen eine Abfindung zahlen müssen, welche auch gesetzlich vorgeschrieben und nicht in unserem  Haushalt vorgesehen ist.

Es wäre gut, wenn Ihr darüber diskutiert, diese Erhöhung auch unseren Lehrern zu geben. Das Ministerium bezahlt das Märzgehalt schon mit der Erhöhung und im April zuzüglich der beiden ersten Monate. Ich denke, Ihr könnt das erst im April entscheiden und uns dann informieren, ich sage das so den Lehrern, denn alle Direktorinnen haben danach gefragt. Ich habe ja erzählt, wie schwierig die Situation im Land ist und wie furchtbar wenig die Lehrer verdienen.

Ich drück alle Freundinnen der Freundschaftsbrücke fest,

Carolina

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