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Wir wünschen allen unseren Freunden und Spendern ein
frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2012 – bleiben Sie
uns treu ! |
Artikel
in der „Badische Zeitung“ 25.11.2011
"Die
Kinder brauchen Zuwendung"
BZ-INTERVIEW mit Myriel Hauser und Mila Obert über ihren Aufenthalt in Nicaragua.
Soziale Arbeit nach der
Schule: Myriel Hauser (links) und Mila Obert arbeieten freiwillig vier Monate
in einem Kinderheim in Nicaragua. Foto: Privat
EMMENDINGEN. Nach der Schule gleich an die Uni, das wollten Mila Obert und Myriel Hauser nicht. Stattdessen arbeiteten die beiden Abiturientinnen vier Monate in einem Kinderheim in Nicaragua mit. Vermittelt hatte den Aufenthalt die frühere Rektorin Almut Langbein. Zurück mit vielen Eindrücken berichteten die beiden Emmendingerinnen BZ-Redakteur Gerhard Walser von ihren Erlebnissen in dem mittelamerikanischen Land.
BZ: Welche Erwartungen hattet ihr und haben sich die
erfüllt?
Myriel Hauser: Eigentlich hatten wir keinen genauen Plan und wussten
wenig von dem Land. Unsere frühere Grundschulehrerin Almut Langbein hatte uns
den Kontakt zu dem Kinderheim in der Nähe der Hauptstadt Managua vermittelt.
Der Verein Freundschaftsbrücke Nicaragua unterhält dort ein Zufluchtshaus für
rund 50 verlassene Kinder, die sonst sich selbst überlassen wären.
Mila Obert: Ich hätte nicht gedacht, dass die Armut in dem Land so groß
ist, dass Menschen so unterschiedlich leben können. Die Eindrücke waren
erschreckend und positiv zugleich. Überrascht hat mich die Freundlichkeit und
Fröhlichkeit der Menschen, trotz ihrer großen Armut. Es herrscht dort eine
optimistische Grundstimmung. Dabei leben die Dorfbewohner unter einfachsten
Bedingungen, es gibt häufig Stromausfälle und kein fließendes Wasser. Jetzt in
der Regenzeit stehen die Straßen unter Wasser und verwandeln sich in wahre
Schlammbäche.![]()
BZ: Was waren Eure Aufgaben?
Myriel Hauser: Wir haben geholfen, wo es ging. Eigentlich haben wir den
ganzen Alltag 24 Stunden mit den Bewohnern des Heims geteilt, wir haben mit den
kleinen Kindern gespielt und sie betreut, mit den Großen Spaziergänge im Wald
unternommen und Malprojekte initiiert. Im Zufluchtshaus leben rund 50 Kinder im
Alter zwischen einem und 15 Jahren.
Mila Obert: Es ging vor allem darum, den Kindern mehr Aufmerksamkeit,
Geduld und Liebe zu schenken. Daran herrscht ein großes Defizit. Es sind
Straßenkinder, vielfach Halbwaisen oder Kinder, die ohne ihre Eltern leben. Wir
haben für Kost und Logis gearbeitet aber viel Dankbarkeit zurück bekommen. Was
uns klar wurde bei unserer Arbeit: Das Ganze hat einen sehr labilen Aufbau. In
wirtschaftlich schlechten Zeiten gehen sofort die Spenden drastisch zurück.
Viele gute Projekte und Schulen müssen schließen, wenn Organisationen wie die
Freundschaftsbrücke nicht weiterhin finanzielle Unterstützung erhalten.
BZ: Hat es mit der Verständigung geklappt?
Mila Obert: Das war überhaupt kein Problem. Wir können beide von der
Schule her ganz gut Spanisch.
BZ: Viele Eurer Schulkollegen reisen nach dem Abi mit dem Rucksack nach
Australien oder machen eine Weltreise. Im Rückblick betrachtet, was hat Euch
der Aufenthalt persönlich gebracht?
Mila Obert: Klar, wir wollten nach der Schule auch etwas von der Welt
sehen, aber nicht als Touristen. Durch das Projekt und unsere Arbeit haben wir
die Kultur des fremden Landes viel besser kennen gelernt. Wir haben uns
regelrecht zuhause gefühlt und viele unvergessliche Eindrücke sammeln können.
Myriel Hauser: Zum Abschluss unseres Aufenthalts haben wir natürlich
auch das Land noch bereist. Die Natur, das Meer und der Urwald, das waren schon
tolle Erlebnisse. Auch die freien Wochenenden haben wir für Ausflüge genutzt
und viele Einheimische kennen gelernt.
BZ: Und hat es Eure berufliche Orientierung beeinflusst?
Mila Obert: Es hat auf jeden Fall das Interesse geweckt. Mir schwebt
etwas Soziales als Beruf vor.
Myriel Hauser: Aber nicht unbedingt in der Kinderbetreuung, eher im
Bereich Entwicklungshilfe. Mal sehen. Am kommenden Wochenende geht’s erstmal
nach Südindien. Dort werden wir weitere vier Monate ebenfalls in einem
Kinderheim mit angegliedertem Krankenhaus für Leprakranke und HIV-Infizierte
arbeiten. Weihnachten sind wir also nicht zuhause.
Rundbrief
Liebe Freundinnen und Freunde! Oktober
2011
Dieses
Jahr hat uns das „Sommerloch“ wieder ganz hart getroffen. Während allerorten
die Ferienzeit für die nötige Entspannung sorgt, bereitet uns diese Phase seit Jahren
Kummer, da die Spenden nur sehr zögerlich eingehen.
In
diesen Tagen hat sich nun gezeigt: wir werden – von Neuem – nicht in der Lage
sein, die notwendige Summe für das neue Quartal nach Nicaragua zu überweisen.
Der Basishaushalt beläuft sich momentan auf 45.500 US-Dollar im Quartal (ohne
die in diesem Quartal fälligen Weihnachtsgeldzahlungen, die in Nicaragua
gesetzlich festgeschrieben sind, ohne Weihnachtsgeschenke für die Kinder und
Schuluniformen fürs neue Schuljahr), vorhanden sind knapp 20.000 Euro. Es
fehlen also nach dem derzeitigen Wechselkurs etwa 16.000 Dollar. Sicher sind
viele Menschen hier in Europa verunsichert, angesichts der ungewissen
wirtschaftlichen Lage, und die Spendenbereitschaft ist deshalb zurückgegangen.
Einige unserer treuen Spender, die uns seit der Gründung der
Freundschaftsbrücke begleiten, sind z.T. altersbedingt nicht mehr zu den
bisherigen, oft sehr umfangreichen Spenden in der Lage – wir erhalten immer
wieder ähnlich lautende Erklärungen. Zudem macht uns auch der momentan
schwächelnde Euro zu schaffen:
jeder
Cent, den er gegenüber dem Dollar verliert, macht im Haushalt ca zweihundert
Dollar aus.
Wir
überweisen dieser Tage nun 15.200 US-Dollar für den Monat Oktober und hoffen,
dass wir durch einen freundlicheren Wechselkurs im nächsten Monat ein wenig
besser dastehen. Bis dahin werden auch wieder einige Spenden eingegangen sein.
Das Problem ist dadurch nicht gelöst und wird uns spätestens zum Jahreswechsel
einholen, wenn die nächste Quartalsüberweisung fällig ist. Wir bitten Sie ganz
herzlich, die Projekte der Freundschaftsbrücke wo immer möglich zu bedenken,
denn Ihre Spenden kommen direkt den Kindern und Familien in Nicaragua zugute,
die durch ihre Unterstützung unter menschenwürdigen Bedingungen aufwachsen und
die Schule besuchen können!
In
diesem Zusammenhang möchte ich zwei Dinge ansprechen: zunächst möchte ich Sie
daran erinnern, dass unsere Verwaltungskosten hier in Deutschland immer unter
einem Prozent der eingehenden Spendensumme liegen. Davon bestritten werden nur Druck-
und Portokosten für den Rundbrief und Info-Faltblätter, auch Büromaterialien
werden überwiegend selbst angeschafft. Hier nun mein
Anliegen: wir könnten im Zusammenhang mit dem Rundbrief Porto und Druckkosten
sparen, wenn wir diesen an diejenigen von Ihnen, die eine E-Mail-Adresse haben,
elektronisch verschicken können. Bitte schicken Sie mir eine kurze Mail an
folgende Adresse, wenn Sie eine Zusendung des Rundbriefes per E-Mail wünschen: barbara_scheffer@yahoo.de
Eigentlich
war im nächsten Frühjahr wieder ein Besuch von Josué Campos und Carolina
Alguera aus Nicaragua geplant. Angesichts der finanziellen Situation haben wir
diese Pläne zunächst auf Eis gelegt und unsere Einladung ausgesetzt. Von unserem
ursprünglich zweijährlichen Besuchs-Rhythmus sind wir schon seit längerem
abgegangen – zwischen den Besuchen in und aus Nicaragua liegt nun immer ein
„besuchsfreies“ Jahr, aus ökonomischen Gründen. Der Verzicht auf den Besuch hat
natürlich mehrere Seiten.
Einerseits
lässt sich so kurzfristig Geld einsparen, die Besuche tragen jedoch immer auch
zur mittel- und längerfristigen Motivation der Spender und zur Vertiefung der
bestehenden Kontakte und Freundschaften bei, ein wichtiger Aspekt der
Brückenfunktion unseres Kinderhilfswerks. Deshalb treffen wir diese
Entscheidung mit zwei weinenden Augen.
Wir
profitieren immer wieder auch von den Berichten unserer deutschen Freiwilligen,
die dann ein wenig die entstehenden Informations-Lücken schließen helfen. Erst
bei unserer letzten Sitzung hatten wir Hannah Sch. und Michaela H. zu Gast, die
uns sehr anschaulich über ihre Zeit im Kinderheim berichteten. Michaelas
Eindrücke konnten Sie ja im letzten Rundbrief schon teilen. Hannah hat
vorwiegend im Jungenhaus mitgearbeitet und dort Mut und Rückgrat bewiesen,
indem sie sich dafür einsetzte, dass ein Erzieher, der die Jungen mit
ungeeigneten Maßnahmen zu erziehen versuchte, entlassen und ersetzt werden
konnte. Dies mit allen Betroffenen angemessen zu klären, dazu gehört gerade in
einem fremden Land mit fremden Gesellschaftsstrukturen eine ganze Portion
Einfühlungsvermögen und sozialer Kompetenz, für die wir Hannah gerade in diesem
Fall sehr dankbar sind! Beide junge Frauen haben im Heim wertvolle Arbeit
geleistet. Unter anderem haben sie auch angeregt, dass für zukünftige
Freiwillige eine Art Weiterentwicklung des bestehenden Wochen-Ablaufplans
erstellt wird, der ihnen Zeitpunkte und Möglichkeiten aufzeigt, den Kindern
sinnvoll zu helfen und einen Aufgabenbereich im Alltag zu finden. Dies ist
mittlerweile geschehen. Sicher konnten davon auch die Freiwilligen Mila Obert
und Myriel Hauser profitieren, die bis Ende September im Heim mitarbeiten.
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Diese beiden waren seit Anfang Juli in Mittelamerika und haben von hier
auf unsere Anregung hin Malutensilien mitgenommen, um mit den Kindern öfter
mal größere Malaktionen veranstalten zu können. Dies hat neben dem
spielerischen und erzieherischen Wert den Zweck, für zukünftige
Bilder-Ausstellungen hier wieder ansprechende und dekorative Bilder der
Heimkinder verkaufen zu können. Erst gestern erreichte uns folgender
gemeinsamer Bericht: |
Unser
erster Eindruck des Kinderheimes war, dass die Kinder hier ein glueckliches und
sorgenfreies Leben fuehren koennen, in welchem es ihnen an nichts fehlt. Ihre
Unterbringungen sind in gutem Zustand, die Ernaehrung ist ausreichend und
abwechslungsreich und Kleidung scheint genuegend vorhanden zu sein. Auf die
Bildung wird hier besonders Wert gelegt, den Kindern und Jugendlichen wird zusaetzlich
zu ihrem normalen Schulunterricht im Heim Englisch und Computerumgang gelehrt.
Die Erzieher haben einen strengen, aber sehr liebevollen Umgang mit ihnen.
All
diese Dinge sind in einem Land wie Nicaragua keine Selbstverstaendlichkeit, im Vergleich
zum laendlichen Umfeld wird einem bewusst, wie hoch die Lebensqualitaet im Heim
ist. Das wissen auch die Heimkinder. Brandon, der bereits aus anderen Heimen
weggelaufen ist, beschreibt dieses als das beste, in dem er je gewohnt hat und
bezeichnet sein Leben hier als gluecklich.
Wunderschoen
ist es zu erleben, wie die nun zweijaehrige Meybelyn, die waehrend unseres
Aufenthaltes ins Heim gegeben wurde, sich hier entwickelt. Anfangs war sie
verwahrlost und so verstoert, dass der Umgang mit ihr schwerfiel. Inzwischen
hat sie tolle Fortschritte gemacht und lacht und singt gerne.
Nach
einiger Zeit aber wird man sich der Abhaengigkeit des Kinderheimes von
deutschen und US-amerikanischen Spendern bewusst. Kleidung und Hygieneartikel
sind beispielsweise nur insoweit vorhanden, wie sie von US-amerikanischen
Kirchengruppen gebracht werden und die laufenden Kosten koennen nur mit
ausreichend Spenden aus Deutschland gedeckt werden.
Wenn
diese fehlen, wird dies sich bald auf das noch sorgenfreie Leben der Kinder des
Heimes auswirken.
Mila
und Myriel
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Vielen Dank, Ihr beiden! Eurer Schlussfolgerung ist von meiner Seite
wenig hinzuzufügen! Wer einmal die haarsträubenden Umstände erlebt hat, in
denen Familien in Nicaragua ihr Leben fristen und gesehen hat, wie Kinder
dort leben, erkennt den Handlungsbedarf, kann die Freude erleben, die es
bedeutet, die Schicksale einzelner Menschen zu verbessern, aber auch die
Frustration, zu wissen, wieviel mehr Unterstützung eigentlich „Not-wendig“
wäre. |
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Die
Lebensumstände der großen Gruppe der arbeitslosen und armen Bevölkerung in
Nicaragua sind zum Teil unvorstellbar primitiv und ausweglos. Wo keine
Erziehung oder gar Förderung der Kinder möglich ist, bleibt nur die
Fortschreibung von
Armut
und frühe Mutterschaft wie in der Gemeinde El Cañon, wo junge Mädchen mit 15
Jahren in der Regel schon Mütter sind.
Hier
anzusetzen und den Kindern andere Perspektiven zu öffnen, das sehen wir als
unsere Aufgabe, die uns sehr am Herzen liegt. Helfen Sie uns!
Wir
wünschen uns Dauerspender: auch wenn Sie nicht in der Lage sind, große Beträge
zu spenden – mit verlässlich eingehenden kleinen Spenden können wir viel
bewegen. Momentan brauchen wir aber durchschlagende Soforthilfe, die uns hilft,
eine drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden, die unsere Projekte in Gefahr
bringt.
Ich
möchte mit unserer üblichen Bitte schließen: bleiben Sie uns treu!
Mit
freundlichen Grüßen,
Barbara
Scheffer-Krüger
Noch
eine kurze organisatorische Notiz:
Durch
die Fusion der Sparkassen Karlsruhe und Ettlingen hat sich unsere Bankleitzahl
geändert: es gilt nun die 660 501 01. Es gibt eine längere Übergangsfrist, aber
denken Sie bitte an eine Änderung, falls Sie einen Dauerauftrag für Ihre
Spenden erteilt haben.
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Rundbrief des Vereins
Februar 2011 Liebe Freundinnen und Freunde, das neue Jahr hat mit einem Paukenschlag aus Nicaragua begonnen.
Eine seit Jahren in der Schwebe befindliche Situation kam nun zu einer für
unsere Kinder und dortigen Angestellten traurigen Lösung. |
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Carolina Alguera schreibt am 02.01.11: „Außerdem
muss ich Dir berichten, dass wir die Rey David Schule (in der Gemeinde Pochocuape,
A.a.O.) geschlossen haben, und zwar nicht wegen der finanziellen
Schwierigkeiten, sondern weil wir mit einem Mann ohne Ehrenwort nicht
zusammenarbeiten können, und leider ist Pablo Nuhez (der Eigentümer des mit
der Schule bebauten Grundstückes, A.d.Ü.) ein solcher. Ich erkläre Dir das näher: zunächst versprach er, er würde das
Gelände mit der Schule unserem Verein überschreiben, sobald er die Unterlagen
über die Eigentumsverhältnisse in Händen hat. Statt dessen hat er uns später
angeboten, es uns für die vollkommen überzogenen Summe von 100 000 US-Dollar
zu verkaufen. Als ich mit ihm telefonierte meinte er, wir sollten den Vertrag
machen, wir müssten aber nichts bezahlen, und zwar auf unbestimmte Zeit.
Jetzt schickte mir die Tochter per Mail einen Vertragsentwurf für ein Jahr,
demzufolge wir im Monat 200 Dollar Miete bezahlen sollen. Deshalb haben wir
beschlossen, in dieser Schule nicht mehr weiterzumachen. Aber mit der
Gemeinde dort schon, die Leute sind sehr arm. Erinnerst Du Dich an die Frau dort,
für die Du den Spülstein gekauft hast?“ |
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Natürlich erinnere ich mich an die Menschen, die dort ohne Zugang zu
sauberem Trinkwasser unter zum Teil unvorstellbaren Bedingungen hausen. Ich hoffe,
es gibt für einen Teil der Kinder die Möglichkeit in eine andere Schule zu
gehen, die einige Kilometer entfernt liegt. Für die Lehrerinnen und die
Direktorin Mayra, die in der Gemeinde leben, wird sich die Arbeitssuche
sicher schwierig gestalten. Vielleicht findet sich ja auch ein anderer
Träger, der sich eine Zusammenarbeit mit Don Pablo zutraut und die nun leere
Schule nutzt. Trotz der prekären Finanzlage konnten unsere Partner in
Nicaragua genügend Mittel und Helfer aktivieren, um den Kindern in Heim,
Familien und Schulen eine fröhliche Weihnachtszeit zu bereiten. Carolina berichtet im selben Brief: |
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„Wir haben allen Kindern der Familien, des Heims und der Gemeinde
Spielsachen geschenkt, mein Bruder Roberto hat mir Geld dafür gegeben, wie
ich Dir schon geschrieben hatte. Außerdem sind wir in Verhandlungen mit Don
Bill (einem amerikanischen Privatspender, A.d.Ü.), der vielleicht die
Schuluniformen für die Familien spendet. Er hatte uns das versprochen. Nun
hat er gesagt, wir sollen ihm einen Kostenvoranschlag zukommen lassen, den
haben wir ihm über seinen Übersetzer Freddy geschickt, der ihn in Nicaragua
vertritt. Ich erzähle Dir, was draus wird. Mehrere nicaraguanische Freunde
und Nahestehende kamen in der Adventszeit im Heim zu Besuch, um mit den
Kindern zu feiern. Nach Landessitte gab es natürlich Pinatas und die bei den
Kindern begehrten Leckereien. Eine Pinata besteht meist aus buntem Papier,
man hängt sie an der Decke auf. Im Inneren befindet sich eine Art Blumentopf,
gefüllt mit Süßigkeiten. Die Kinder müssen abwechselnd versuchen, die Pinata
zu zerschlagen, sodass die Süßigkeiten auf den Boden fallen und sie sich auf
sie stürzen können. |
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Seit Anfang Oktober 2010 arbeitet Michaela Hauke, eine junge Freiwillige
aus Karlsruhe, in El Canon im Kinderheim mit. Sie berichtet über ihren
Freiwilligendienst: „Ich fange am besten von vorne an und zwar mit
den ersten Wochen, nachdem ich angekommen bin. Ich muss sagen, dass ich mich
in dieser Zeit nicht sonderlich wohl gefühlt habe ausserdem musste ich erst
einmal damit klarkommen, dass es gar keine spezifische Aufgabe für mich gibt.
Ich weiss, dass du das gesagt hattest, dass es keine spezielle Aufgabe gibt.
Aber ich hatte die Vorstellung, dass trotzdem hier und da eine helfende Hand
gebraucht wird. Ich habe, nachdem ich selber erst einmal mitgelaufen bin, um
mir alle Abläufe usw vertraut zu machen, sehr oft bei verschiedenen Personen
nachgefragt, ob ich mithelfen kann und Hilfe angeboten. Das wurde aber fast immer
verneint, weil schon jemand da war um das zu erledigen. Das war ziemlich
traurig und enttäuschend für mich, weil ich so oft einfach nichts zu tun
hatte und mich gelangweilt habe. Daher war es sehr schwer für mich in den
ersten Wochen. Wahrscheinlich kommt gerade ein sehr negatives
Bild über das Heim rüber. Dem ist aber nicht so: Ich sehe sehr wohl, dass das
Heim für die Kinder einen sehr guten Lebensstandard bietet. Darum wird sich
auch sehr gekümmert, viel geputzt und in Stand gehalten. Ausserdem haben die
Kinder eine super Chance Englisch zu lernen. Es gibt zwei Lehrer, die das
Heim besuchen und Englischuntericht geben. Und beide sind meiner Meinung nach
sehr gute Lehrer! Die Profesoras, die Erzieher der Kinder, sind mehr als nur
das für sie. Sie sind wirkliche Beziehungspersonen. Das war etwas, was ich
jetzt erst rausgefunden habe, nach der Zeit in der ich da bin. Wenn man
ankommt, fällt einem erst einmal nur die Strenge der Erzieher auf. Aber je
länger man da ist, desto mehr sieht man auch die andere Seite und zwar die
Balance zwischen Strenge und Herzlichkeit die die Erzieherinnen schaffen und
damit eine Art Familiengemeinschaft schaffen. Das ist etwas sehr Positives,
was ich unbedingt berichten möchte! Es ist so, dass ich jedesmal, wenn ich
von einem Wochenendtrip zurückkomme, das Gefühl habe in einer Oaese
anzukommen. Nach der ganzen Hektik und Unordnung draussen auf den Strassen.
Das liegt schon allein an dem Ort, El Canon ist ja schon ein ruhiger und
schöner Flecken. Aber auch im Heim geht alles seinen gewohnten Gang und ich
denke, das ist sehr wichtig für die Kinder, dass sie dort eine gewisse
Ordnung haben. Ich weiß nicht, ob es dir auch so erging, als du
hier warst, aber eine Sache finde ich wirklich nicht gut: Die Kinder
verbringen viel Zeit vor dem Fernseher. Es gibt keine wirkliche Abwechslung
in der Beschäftigung. Vielleicht weiss man hier nicht, wie wichtig Spielen
für Kinder ist? Dabei gibt es einen kleinen Spielplatz und Spiele und Bücher
im Büro. Und das habe ich mir jetzt als Aufgabe gesetzt: ich spiele mit den
Kindern. Und die Kinder sind wirklich ganz "scharf drauf". Sie
freuen sich immer riesig, wenn sie Spiele haben oder wir Fussball spielen.
Auch Spaziergänge machen wir manchmal. Für einen Monat war noch eine Amerikanerin da und
wir haben zusammen Computerunterricht für die grösseren Mädchen gegeben. Das
hat richtig Spass gemacht und ich denke, dass das für die Kinder wichtig ist.
Dann wurde der Unterricht aber "gestrichen", weil ein Mädchen die
Ventilatoren im Computerraum angelassen hatte über die Nacht. Daher gibt es
jetzt gerade keinen Unterricht mehr. Ich wollte jetzt aber, wenn ich wieder
da bin, fragen, ob die Strafe jetzt abgesessen ist und ich weiter machen
kann. Die Kinder sind unglaublich offen und anhänglich.
Sie sind mir in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen. Die meisten brauchen
sehr viel Aufmerksamkeit und Zuneigung. Jeden Morgen zum Beispiel, wenn ich
aus meinem Zimmer laufe, ertönt erstmal ein lauter Ruf von Israel (3 Jahre),
der von seinem Bettchen aus meine Tür sehen kann: "Michaela, Buenos
dias!" Und dann will erst mal der ganze Schlafsaal eine Umarmung“. |
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Vielen Dank, Michaela, für diesen kritischen und anschaulichen
Bericht. Unsere Freiwilligen haben keinen leichten Stand dort im Heim, da
eine echte Planstelle nicht existiert und auch keine unabdingbaren
Voraussetzungen auf Seiten der deutschen Jugendlichen. Es kommen sehr
unterschiedliche junge Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, die die
Mitarbeiter dort erst einmal einschätzen müssen. Und manche gehen schon
wieder, ehe sie eine echte Hilfe werden konnten... Das „Problem" Fernsehen und Spiel ist ein nicaraguanisches
Gesellschafts-Phänomen. Wer fernsehen kann, ist privilegiert, niemand denkt
sich was Schlechtes dabei. Wenigstens haben unsere Kinder einen speziellen
Kinderkanal. Sicher wird auch dort mit der Zeit die Erkenntnis kommen, dass
beim Fernsehen „Weniger ganz deutlich Mehr“ ist, mit dieser Erfahrung können
wir unseren Partnern dort aber nicht vorgreifen, die muss wachsen. Ebenso muss das Spielen der Kinder und mit den Kindern für eine
Gesellschaft, in der vor 20 Jahren noch Krieg herrschte und wo drei Viertel
der Bevölkerung in Armut, Not oder gar Hunger leben, erst noch zum Wert an
sich reifen. Auf dem Weg sind wir miteinander, nicht zuletzt dank unserer
Freiwilligen, die ihre Werte und Maßstäbe ja mitbringen. Und wenn wir es
schaffen könnten, die stark geforderten Erzieherinnen und Erzieher dort mit
dem ein oder anderen Kollegen zu entlasten, wäre noch ein weiterer Schritt
getan zu mehr Muse im Umgang mit den Kindern. Liebe Freundinnen und Freunde, Sie sehen, wir alle sind weiter
gefordert. Deshalb wünsche ich mir: bleiben Sie uns treu!
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Eine erfreuliche
Meldung am Ende: Malen für Nicaragua,
das die Realschule Neureut zum 5. Mal veranstaltete, brachte dem Verein sage
und schreibe 10 519,43 EURO. Dieser Betrag hat uns enorm geholfen, die
fällige Quartalsüberweisung zu tätigen. Allen Beteiligten gilt ein herzliches
Dankeschön!!! |
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Liebe
Spenderinnen und Spender |
Januar 2011 |
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wieder einmal möchten wir uns vielmals für Ihre
finanzielle Unterstützung im letzten Jahr bedanken. Leider jedoch mußten wir unseren Projekten in Nicaragua 8.914,- Euro
schuldig bleiben, weil der Betrag nicht vorhanden war. Es entstand dort ein
Defizit und wir hoffen sehr, dieses im 1. Quartal 2011 ausgleichen zu können. |
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Es gab besondere Aktionen: |
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wie z.B. „Malen für Nicaragua", die uns über 10.000,- Euro einbrachte |
und zwei Benefizkonzerte
der „Junge Philharmonie Karlsruhe", wo wir 2.500,- Euro überwiesen bekamen. |
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Hilfe zur Selbsthilfe ist unser Ziel, und auch in
Nicaragua ist man bemüht, so wirtschaftlich wie möglich zu arbeiten. 46
Familien im Programm, die in großer Armut leben (überwiegend alleinerziehende
Frauen), sind dankbar für die große Unterstützung durch den monatlichen
Lebensmittelsack. |
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Wir hoffen weiterhin auf
Ihre Spendenbereitschaft für eine gute sinnvolle Sache und möchten uns bei
Ihnen herzlichst bedanken. Ihnen und Ihrer Familie ein gutes Jahr 2011 ! |
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5. Verkaufsaustellung:

Joachim Czichon
– Axel Heil – Uwe Lindau – Petra Neugebauer – Ursula Rauch Gerhard Sauter –
Georg Schalla – Johannes Thiel – Sando Vadim – Voré Helmut Wetter – und Annette
Ziegler
werden bei der Vernissage versteigert von Gerlinde
Hämmerle, Regierungspräsidentin a.D.
Vernissage: Dienstag, 12. 10. 2010, 18.30 Uhr
Dauer der Ausstellung: 12. Oktober bis 25.
Oktober 2010
Liebe Freundinnen und Freunde,
gerade jagt eine Hiobsbotschaft die andere: letzte Woche fehlten uns für
unsere Quartalsüberweisung fast 12 000 Dollar, um die Projekte weiter wie
gewohnt zu unterstützen (und das vor Weihnachten und vor dem Beginn des neuen
Schuljahres, wo besondere Ausgaben für Schulmaterialien und -uniformen
anfallen).
Nun schreibt uns Carolina am 01.10.2010
über die Verwüstungen, die durch die ungewöhnlich starken Regenfälle
letzte Woche angerichtet wurden: Auf dem Gelände des Kinderheims stürzte der
größte Teil der Bananenstauden um, da die Wurzeln freigespült wurden. Die
Früchte jahrelanger Arbeit und Pflege sind so zerstört.
(mehr dazu unter „Aktuelles aus
Nicaragua“
Rundbrief
vom 01.10.2010
Liebe
Freundinnen und Freunde,
heute möchte ich
das Wort Katrin Böttger überlassen, die ein dreiviertel Jahr als ehrenamtliche
Helferin im Kinderheim gelebt und gearbeitet hat.
Aber zunächst
einige aktuelle Nachrichten aus den Vereinen: erstmals ist es uns nicht
gelungen, die erforderliche Summe aufzubringen, um die Projekte in Nicaragua im
nötigen Maße zu unterstützen. Es fehlen ca 7000 Euro, eher mehr, da zum
Jahresende normalerweise ein doppelter Haushalt für die Familien im
Familienprojekt anfällt, um Schuluniformen und –materialien anzuschaffen und
für die Kinder Weihnachtsgeschenke kaufen zu können. Wir denken auf allen
Ebenen über Einsparungsmöglichkeiten nach und erwägen, eine unserer Schulen zu
schließen, um die anderen so gut wie möglich weiterführen zu können.
Für das neue
Quartal hoffen wir auf etwas Entspannung durch den Gewinn aus unserer Aktion
„Malen für Nicaragua“, die ich Ihnen hiermit ganz besonders ans Herz legen
will:
die Vernissage
der Verkaufs-Ausstellung findet am
12.
Oktober ab 18.30 h im Seniorenzentrum Karlsruhe/Neureut in der Unterfeldstraße
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statt. Es stehen
wieder Werke namhafter Künstler zur Auktion! Besuchen und
unterstützen Sie
uns, die Schüler der Realschule freuen sich darauf, Sie zu bewirten!
Hier nun Katrin
Böttgers Bericht über ihren Aufenthalt und den Alltag im Kinderheim:
Meine
Zeit in Nicaragua
Schon in
meiner Schulzeit war es mein großer Wunsch, einmal in ein Entwicklungsland zu
gehen und dort mit Kindern zu arbeiten. Ich informierte mich über viele
Organisationen und Vereine, doch als ich dann von der „Freundschaftsbrücke“
erfuhr, war meine Entscheidung schon ziemlich schnell getroffen.
Nicaragua,
Leben direkt im Kinderheim, die Möglichkeit in einer Schule beim Unterricht
mitzuhelfen, selbst zu bestimmen für wie lange ich dort sein möchte und die
spannende Tatsache als einzige Freiwillige vor Ort zu sein, waren die für mich
ausschlaggebenden Faktoren, mich dafür zu entscheiden.
Im
September 2009 nach Beendigung meiner Berufsausbildung ging es los.
Ich
ging für 9 Monate in das Kinderheim „Puente de Amistad“ in Nicaragua. Das Heim
liegt nicht weit von der Hauptstadt Managua entfernt in einem sehr armen, etwas
abgegrenzten und scheinbar leicht vergessenen Dorf Namens „El Cañon“, was
soviel wie „im Berg“ bedeutet, da das Dorf im Tal, zwischen zwei Bergen liegt.
Das
Heimgelände mit seinem Mädchen- und Jungenhaus ist großzügig, gepflegt und kein
Vergleich zu den benachbarten Hütten im Dorf. Deshalb wird es auch Tag und
Nacht bewacht und ist ringsum umzäunt, um vor Eindringlingen zu schützen.
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Das
Heimgelände Die
Schule, in die die Heim- und viele Dorfkinder gehen, liegt nur einige Meter
entfernt. Ich
hatte mein eigenes Zimmer im Mädchenhaus. |
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Mein
Tagesablauf war folgender:
Morgens
um kurz vor 5 Uhr klingelt der Wecker, es ist schon nicht mehr ganz dunkel
draußen, was einem das Aufstehen erleichtert. Dann wird mit kaltem Wasser
geduscht, was auch den letzten Langschläfer aufweckt.
Um
kurz nach 5 Uhr werden die großen Kinder geweckt, welche sich alleine duschen
und fertig machen. Die kleinen 0 bis 5-jährigen Jungen und Mädchen, welche auch
im Mädchenhaus wohnen, werden danach geweckt und ihnen hilft man beim Duschen,
Anziehen und Fertigmachen.
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Danach
wird das von der Köchin gekochte Frühstück (Reis und Bohnen, genannt „Gallo
Pinto“) an die Kleinsten und die Kinder, die am Vormittag in die Schule
gehen, serviert. |
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Um
7 Uhr ist Vorschul- und Schulbeginn. Die 0 bis 3-jährigen Kinder, die im Heim
bleiben, werden dann mit Spielereien beschäftigt. 3
bis 4 mal die Woche bin ich mit in die Schule und habe dort
Englischunterricht gegeben, was eine sehr spannende und interessante
Erfahrung war. |
Ich
beim Unterrichten |
Die
Kinder, die erst nachmittags Unterricht haben, haben morgens Putzdienst und
wischen die Böden. Wenn sie damit fertig sind, wird auch ihnen das Frühstück
serviert.
Danach
machen sie ihre Hausaufgaben vom Vortag, wobei man ihnen Hilfe leistet. Gegen
11 Uhr essen die Kinder, die nachmittags zur Schule gehen, Reis, Bohnen und
eine Gemüsebeilage zu Mittag und ziehen danach ihre Schuluniform an, um dann um
12 Uhr
in die Schule zu gehen.
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Die
kleinen Kinder bekommen auch ihr Mittagessen und machen anschließend einen
Mittagsschlaf bis ca. 15 Uhr. Um
12 Uhr kommen die Schulkinder, die vormittags Unterricht hatten, heim, ziehen
ihre Freizeitkleidung an, Essen zu Mittag und machen danach ihre Hausaufgaben. Ihr
Putzdienst ist fest eingeteilt, wer fertig ist, kann spielen. Um 17 Uhr sind
dann alle Kinder im Heim, dann wird gemeinsam Reis und Bohnen zu Abend
gegessen. An den Abenden wird gespielt und über den Tag geredet. Gegen 18 Uhr
ist es bereits dunkel und alle sind müde und geschafft von dem meist heißen
und anstrengenden Tag. Die Kleinen gehen um 19 Uhr schlafen. Um
19:30 setzten sich die großen Kinder mit der Erzieherin zusammen um gemeinsam
zu singen, zu beten und über den vergangenen Tag zu reden. Um 20 Uhr gehen
sie schlafen. Danach
sitzen die Erzieher oft noch ein wenig zusammen und unterhalten sich, wofür
sie am Tag kaum Zeit haben.Um 21 Uhr ist es mucksmäuschenstill im Kinderheim
und alle tanken Kraft für den nächsten Tag. Mittagessen
der 0 bis 5 Jährigen |
Die
Wochenenden laufen anders ab, da keine Schule ist und auch andere Erzieher da
sind als unter der Woche. Es ist nicht alles so strukturiert und die Kinder
toben sich ein wenig aus von ihrem strengen aber pädagogisch auch sinnvollen
Wochenplan.
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Ich
habe die Zeit sehr genossen und viel von den Kindern gelernt. Es
sind alles kleine Kämpfer, die alle unterschiedlich schlimme
Schicksalsschläge hinter sich haben. Ihnen allen fehlt eine Mama, die sie in
den Arm nimmt und ihnen sagt, dass sie sie liebt. |
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Aber
wenn man als Freiwilliger in dieses Heim geht, egal für wie lange, kann man
ihnen dieses Bedürfnis ein Stück weit schenken. Was sie einem mit ihrem Lächeln
zurückgeben, ist so viel wert und wird mich mein ganzes Leben lang begleiten.
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Ausflug ans Meer Ich
bin froh und dankbar für diese Erfahrung, mit den ärmsten der Armen
zusammengelebt und gearbeitet zu haben und möchte sie nie missen! |
Katrin
Böttger
Vielen Dank,
liebe Katrin, für diesen lebhaften Bericht, der die Andersartigkeit des Alltags
dort so deutlich macht und uns daran teilhaben lässt.
Nun möchte ich
gern noch Carolina über ihre Arbeit in Nicaragua zitieren:
Das
Computer-Labor ist nun vollständig. Die Spenden hierfür kamen von Orphan
Network.
Es fehlt
uns nun noch ein Lehrer. In den letzten Tagen sprachen wir mit Eddy Morales
(Kontaktmann von Orphan Network in Managua, A.d.Ü.). Er schlug vor, dass wegen
des Geldmangels Besucher, die etwas von der Arbeit mit Computern verstehen, den
größeren Kindern Unterricht geben sollten. Wir würden aber gerne bei einigen
Ausgaben sparen und für zwei oder drei Unterrichtseinheiten pro Woche einen
Lehrer verpflichten. Der könnte den Kindern zusätzliche Fähigkeiten wie
Textverarbeitung und Buchhaltung am Computer beibringen. Wir finden, dass die
Ausbildung am Computer mit einer technischen Ausbildung einhergehen muss. Das
sind doch Kenntnisse, die man im Leben braucht!
Wir haben
eine DVD mit einem Konzert aufgenommen, das die Kinder für eine Gruppe
Nordamerikaner gegeben haben, die auch für den Musikunterricht spenden. Diese
schicken wir Euch diese Woche. Barbara hat gefragt, ob wir weitere
Musikinstrumente brauchen. Der Musiklehrer hat uns seine „Wunschliste“ noch
nicht gegeben, aber wir haben festgestellt, dass wir Mikrofone brauchen
könnten, damit die Stimmen der Kinder besser mit den Instrumenten harmonieren.
Diese besonderen
Aktivitäten können wir natürlich im Moment nicht finanzieren. Wir haben aber
die Hoffnung, dass die Entspannung der wirtschaftlichen Situation weltweit dazu
führt, dass wir auch wieder mehr Spenden bekommen! Denn gerade diese Förderung
der Kinder öffnet ihnen ja die dringend nötigen Perspektiven für ein
erfolgreiches und glückliches Erwachsenenleben.
Vielen Dank
Ihnen allen für Ihre stete Hilfe! Bleiben Sie uns treu!
Mit freundlichen Grüßen,
Barbara Scheffer-krüger
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Christel Wolfinger
verfasste am 08.10. 2010 einen Brief: |
Amtsblatt Ettlingen vom 02.09.2010 |
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Liebe
DEF-Frauen, liebe Freunde und Gäste! Wir
wollen Ihnen eine Sorge ans Herz legen, die uns zunehmend beschäftigt. Wie
Sie wissen, beteiligen sich einige Frauen aus unserem Karlsruher Ortsverband
an der „Freundschaftsbrücke Nicaragua“ seit vielen Jahren. Aus
kleinem Anfang entstand ein großes Projekt. In
vier kleinen Schulen auf dem Land um Managua werden ca. 750 Kinder
unterrichtet, die sonst keine Chance hätten. Im Zufluchtshaus wohnen 30
Kinder vom Baby bis zum fünfzehnjährigen Jungen und nochmal so viele werden
tagsüber betreut und mit Essen versorgt. Etwa 40 Familien, die in
Elendsquartieren hausen – meist alleinstehende Mütter – bekommen
Grundnahrunsgmittel, die von deutschen Familien gespendet werden – monatlich
werden dazu 40 Euro benötigt. Inzwischen
brauchen wir im Vierteljahr – je nach Dollarstand – mindestens 38 000.- Euro, um Gehälter, Materialien und
notwendige Reparaturen zu bezahlen. Ungefähr
50 Angestellte, darunter 40 Lehrkräfte, sind im Projekt tätig. Auch ihre
Familien sind auf das Geld angewiesen. Die Situation hat sich verschärft,
weil die Gehälter (von Staats wegen) gestiegen sind, weil der Dollar nicht
mehr so günstig ist und weil manche Leute lieber „immer mal wieder was
anderes“ unterstützen wollen. Wie
Sie wissen, arbeiten alle Frauen hier ehrenamtlich, von der Übersetzerin bis
zur Buchführerin. Noch nicht einmal 1 % geht in die Verwaltung. Aber wir
haben keinerlei Rücklagen mehr und zittern jedes Quartal, ob das Geld
zusammenkommt. Durch wunderbare Fügung ist das bis jetzt gelungen, aber in
der Sommerzeit denkt kaum jemand ans Spenden. Wir
haben nur etwa 9000.-Euro regelmäßige Spenden, mit denen wir sicher rechnen
können. Der Trägerverein hat nur 25 Mitglieder. Daher
unsere Bitte: Wenn es Ihnen
irgendwie möglich ist, einen monatlichen Beitrag zu leisten, wäre es eine
große Hilfe. Erzählen Sie Ihren Bekannten davon, suchen Sie Sponsoren für
Nicaragua. Wir
haben jetzt einen neuen Flyer entworfen, der sich gut zur Reklame eignet. In
der Dienstagsrunde wird er aufliegen und kann natürlich auch angefordert
werden. Es ist eine schlimme Vorstellung, dass wir unsere Freundinnen und
Freunde dort im Stich lassen müssten. Es
sind dieses Jahr wieder 4 Abiturientinnen aus Karlsruhe, Heidelberg und Pforzheim
– nacheinander – im Zufluchtshaus tätig. Die Kontakte sind durch das Internet
sehr erleichtert und unter www.freundschaftsbrücke-nicaragua.de
jederzeit einsehbar. Spenden
sind natürlich steuerlich absetzbar. Als
ältere Menschen können wir nicht mehr so viel Neues anpacken. Aber das
Begonnene sollten wir ideell und materiell zu erhalten suchen. Es grüßt Sie in
alter Verbundenheit, Ihre Christel
Wolfinger |
Die Freundschaftsbrücke erlebte
eine ganz wunderschöne Reaktion auf den letzten Rundbrief vom Mai dieses
Jahres. Die Organisatoren befürchteten im 3. Quartal, nicht die nötigen
Summen für die drei Projekte überweisen zu können, wegen der Erhöhung der
Lehrergehälter und der Lebensmitteikosten und wegen des Absinkens des
Eurokurses. Die Spenden sind nicht nur nicht zurückgegangen wie bei manchen
anderen Hilfs-werken, sondern haben mal wieder ermöglicht, den vollen Bedarf
zu überweisen, sind also gestiegen, und dafür sind alle dem Freundeskreis
sehr dankbar. Nidia schreibt zu diesem Thema:
"Liebe Spenderfreunde, Wir grüßen Sie im Namen unseres Herrn Jesus
Christus-. Wieder einmal sind wir
Gott unendlich dankbar, weil er uns
erlaubt, dass wir an Seinem Werk arbeiten zur Ehre Seines Namens, mit der unschätzbaren Hilfe der
"Freundschaftsbrücke" in Deutschland. Sie ermöglicht uns die
Projekte weiterzuführen, mit der solidarischen Hilfe unserer anderen Spender wie Orphan
Network und unserer lieben spanischen Freunde, Alle, die kein Geld geben
können, helfen uns immer wieder durch ihre Gebete oder ihre freiwillige
Mitarbeit. Allen ganz großen Dank, Gott vergelte ihnen ihre
Großherzigkeit." Nun hoffen alle von Herzen, auch
für das 4. Quartal wieder den vollen Bedarf überweisen zu können. Ein
nächster Rundbrief wird im September verschickt. |
Besuchsreise
in Nicaragua
April 2010
Ganze vier Wochen hat
Barbara Scheffer, die ehrenamtlich als Übersetzerin für den Verein arbeitet, in
Nicaragua verbracht, um die dortigen Projekte zu besuchen und mit den
Mitarbeitern in den Schulen, im Kinderheim und der Verwaltung aktuelle
Maßnahmen und wünschenswerte Verbesserungen in der Zukunft zu besprechen. Es
gab viele Gelegenheiten zu intensivem Austausch mit den Verantwortlichen und
den Angestellten des Vereins im Lande.
In
Nicaragua erhöht der Staat wie erhofft und bei den Wahlen versprochen die
Gehälter der Lehrer nach einem Arbeitskampf um 25 Dollar pro Monat rückwirkend
zum 01. Januar. Dies ist sehr wichtig für die schlecht bezahlten Lehrkräfte.
Für den deutschen Verein bedeutet dies aber, künftig pro Quartal zusätzlich zum momentan gerade ausgeglichenen Haushalt 3000 US-Dollar für diese Erhöhung aufbringen zu müssen.
Verwaltung
aktuelle Maßnahmen und wünschenswerte Verbesserungen in der Zukunft zu
besprechen. Es gab viele Gelegenheiten zu intensivem Austausch mit den
Verantwortlichen und den Angestellten des Vereins im Lande.
Die Kinder im Auffanghaus und in den Schulen beweisen durch ihre positive
Entwicklung und ihren unbedingten Wunsch zu lernen, wie wichtig und
wirkungsvoll die deutsche Hilfe ist, und bestärken alle Verantwortlichen in
ihrem Engagement. Deshalb wollen sich die Vereine in Deutschland und Nicaragua
gemeinsam noch stärker um Spender bemühen und nach Möglichkeiten der Einsparung
suchen, von der die Kinder vor Ort möglichst nichts spüren sollen.
Allen
Spendern, die die Freundschaftsbrücke in ihrem Einsatz unterstützen, lassen die
nicaraguanischen Partner ihren großen Dank dafür ausrichten, dass sie diese
Arbeit möglich machen.
März
2010
Junge Philharmonie Karlsruhe:
Benefizkonzerte zugunsten
der
„Freundschaftsbrücke
Nicaragua“
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Jue Wang - Mi (UA)
Wolfgang Amadeus Mozart – Klarinettenkonzert A-Dur
Johannes Brahms – Sinfonie Nr. 1
Solo Klarinette: Andreas Winger künstl. Leitung: Clemens Flick
26. März 2010 – 19.30 Uhr Stephanienbad (Paul-Gerhardt
Gemeinde)
Breite Str. 49a
Karlsruhe
27.März 2010 – 19.30 Uhr Stephanssaal Ständehausstraße 4 Karlsruhe
Eintritt frei, um
Spenden wird gebeten!
Bei den Benefizkonzerten wurden
2500 Euro
zugunsten der Freundschaftsbrücke gespendet !
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Ettlingen, den
27.01.2010 Herzlichen Dank an unsere treuen
Spender ! |
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In Nicaragua hat zum
Jahresbeginn das neue Schuljahr begonnen. Zu diesem Zeitpunkt sind immer
besondere Ausgaben fällig, denn für die Kinder im Auffanghaus und in den
unterstützten Familien müssen Schuluniformen und Lernmaterialien beschafft
werden. Herzlichen Dank an unsere treuen
Spender, durch deren Beitrag es möglich war, wieder die dafür benötigte
Summe zu überweisen! Zuerst schien es knapp! Im März wird Barbara
Scheffer von der Freundschaftsbrücke für 4 Wochen nach Nicaragua reisen, um
vor Ort die Projekte zu besuchen und mit den dortigen Mitarbeitern
weiterführende Konzepte zu entwickeln, unter anderem um weiterhin
größtmögliche Transparenz und Effektivität beim Einsatz der Spendengelder zu
sichern. Wer Geld- oder Sachspenden mit auf
den Weg geben möchte, kann sich zur Koordination unter Nummer 07243-281576
mit Frau
Scheffer in Verbindung setzen. Im Mai wird es spätestens einen
Reisebericht hierzu geben…….. |
Wir wünschen allen Freundinnen
und Unterstützern
ein gesegnetes Weihnachten
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und ein wundervolles 2010 ! |
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Liebe
Freundinnen und Freunde! Ihre
Reaktionen auf unseren letzter Rundbrief, in dem wir unsere Sorgen über die
zukünftige Finanzierung unserer Projekte mit Ihnen geteilt haben, haben uns
gezeigt, wie viele treue Spender wir unter Ihnen haben! |
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So kamen
während der normalerweise flauen Sommermonate genügend Spenden für unsere
vierte Quartalsüberweisung zusammen!
Diese letzte Überweisung im Jahr fällt immer höher aus als die
anderen, denn in Nicaragua endet das Schuljahr im Dezember und außer den
Weihnachtsgeschenken für die Kinder im Auffanghaus |
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und in den Familien
im Hilfsprogramm müssen diese auch neue Schuluniformen und Schulmaterialien
bekommen. Durch Stolperfallen im
internationalen Bankverkehr kam es zu einer Panne bei dieser Überweisung und
das Geld kam zurück! Dies bedeutete
umfangreiche Nachforschungen hier und in Managua und eine Verzögerung von
mehr als einer Woche, bis das Geld, mit dem ja Gehälter bezahlt werden
müssen, endlich in Nicaragua einging. Die Familie – Söhne und Enkel – von
Nidia und Carolina sprang ganz unbürokratisch und kurzfristig mit einer
ausreichenden Summe ein, damit die Angestellten rechtzeitig zu ihrer
Bezahlung für den Monat kamen! Es herrscht dort eine ganz außerordentliche
Solidarität in solchen Dingen, die hier so nicht oft zu finden ist... stellen
Sie sich vor, die Familie Ihres Arbeitgeber tritt in so einem Fall in
Vorlage! |
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Wir haben
die Sommerpause für fällige Verbesserungen und Aktualisierungen genutzt und
können uns nun mit einer überarbeiteten Homepage und bald auch mit einem aktualisierten
Flyer präsentieren. Vielen Dank
unseren kreativen Köpfen, die uns ihre Zeit und Ideen ehrenamtlich zur
Verfügung stellen! |
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Allmählich
müssen auch die Vorbereitungen für den geplanten Besuch in Nicaragua nächstes
Jahr zur Osterzeit beginnen. Wer gerne etwas mitgeben mag, kann schon
anfangen zu planen. Wir vermitteln gern bei Fragen, an was Bedarf besteht.
Hier in eigenem Interesse die Bitte: halten Sie Mitbringsel möglichst leicht
transportabel, zwei Koffer sind schnell voll, Zusatzgepäck ist nicht
rentabel! |
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Wir freuen
uns, dass unser Kinderhilfswerk immer bekannter wird! Dazu hat in letzter
Zeit unter anderem auch die Ettlinger Johannesgemeinde beigetragen, bei deren
Gemeindefest am 04. Oktober ein Stand unsere Arbeit vorstellte. Schön, wenn
sich daraufhin Gemeindemitglieder melden und mehr wissen wollen! Wer an
unserer Arbeit interessiert ist, kann jederzeit gern anrufen (07243 281576)
oder auch zu unseren regelmäßigen Vereinssitzungen kommen, die immer am 3.
Mittwoch jeden Monats ab 20.00 im Steigenhohl 8 in Ettlingen stattfinden. |
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In eigener
Sache möchte ich daran erinnern, dass für Spenden bis 200 Euro der
Überweisungsträger bzw. der zugehörige Kontoauszug als Spendenbescheinigung beim
Finanzamt gilt. Wer trotzdem eine Spendenbescheinigung wünscht, melde sich
bitte bei unserer Schatzmeisterin Roswitha Behrend. |
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Bleiben Sie
uns treu! Barbara
Scheffer- Krüger |
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Spendenkonto:. Kto.Nr. 1241629 BLZ 660 50101 Sparkasse Ettlingen |