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Nicaragua ist einer der ärmsten Staaten Mittelamerikas. |
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Das Land, wasserreich und fruchtbar, leidet am extremen Gefälle
zwischen Arm und Reich, an den Folgen des Contrakrieges (1983 - 1989) und immer
wieder auch unter Naturkatastrophen wie z.B. dem Hurrican Mitch. |
20
Jahre nach dem Ende des Contrakrieges ist die Lage noch immer verheerend. Die
Arbeitslosigkeit ist auf 80% angewachsen. Drei Viertel aller Einwohner leben
in schwerster Armut. Kriminalität und Alkoholismus sind ein großes Problem.
Auf Druck des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank war die Regierung gezwungen, in allen sozialen Bereichen Streichungen vorzunehmen. Geschahen diese Veränderungen noch in der Hoffnung, dadurch möglichst bald die versprochene Hilfe von den USA zu bekommen, so haben sich inzwischen längst Resignation und Ernüchterung breitgemacht. |
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Viele hausen in den Trümmern und Winkeln der seit
dem großen Erdbeben von 1971 noch kaum wieder aufgebauten Stadt und leben von
Betteln, Diebstahl und Raub. |
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Nicaraguas Kinder kämpfen ums Überleben |
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Wie überall trifft die Verelendung am schwersten die Kinder, die oft schon im Alter von vier oder fünf Jahren zum Lebensunterhalt der Familien beitragen müssen. |
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An
den Strassenkreuzungen der Hauptstadt Managua versuchen arbeitende
Kinder bis spät in die Nacht, Waren zu verkaufen ; an verschiedenen Stellen
bieten sich bereits zwölfjährige Mädchen zur Prostitution an. Auch durch pega, eine billige Schnüffeldroge, sind diese Kinder schwer gefährdet. Das Lösungsmittel in den betäubenden Dämpfen zerfrißt in kurzer Zeit Lunge und Leber. |
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Sein Lohn - kaum mehr als ein paar Cent pro Tag - ist für die Familie unverzichtbar |
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Nach Untersuchungen der UNICEF leben über |
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700.000 Kinder in sehr schwierigen Verhältnissen. |
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Einen aufschlussreichen Artikel gibt es hier: Weser Kurier |
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