Nicaragua

Nicaragua ist einer der ärmsten Staaten Mittelamerikas.


Nicaragua, wasserreich und fruchtbar, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt nach wie vor unterhalb der Armutsgrenze nach der Definition der WHO.

50 % der Bevölkerung leben in Armut, in der Landbevölkerung steigt dieser Anteil bis auf 70 %. In Lateinamerika ist Nicaragua heute nach Haiti das zweitärmste Land.

Die Gründe der schlechten Wirtschaftslage sind vielfältig: Neben geschichtlichen Faktoren, einseitiger Wirtschaftsstruktur, Contrakrieg und jahrzehntelanger Oligarchiewirtschaft spielen auch häufige Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche und Wirbelstürme eine gewichtige Rolle. Zudem hängt die Energiewirtschaft des Landes zu 70 % von Erdölimporten ab.

Auf Druck des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank war das Land gezwungen, in allen sozialen Bereichen Streichungen vorzunehmen. Geschahen diese Veränderungen noch in der Hoffnung, dadurch möglichst bald die versprochene Hilfe von den USA zu bekommen, so haben sich inzwischen längst Resignation und Ernüchterung breitgemacht.

 

 

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