Der Schulverein "Si a la Niñez y a la Juventud" (SIANIJ)

("Ja zu Kindern und Jugendlichen") - 

Von staatlicher Seite ist in Nicaragua auf dem Bildungssektor keine Hilfe zu erwarten. Auf dem Land stehen viele Schulen leer, weil sich die unterbezahlten Lehrer anderswo einen Job gesucht haben. Nur der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (und kirchlichen Gruppen) ist es zu verdanken, dass wenigstens 50% der Kinder eine Schulbildung erhalten. Durch die Hilfe aus Deutschland und die unermüdliche Arbeit vor Ort konnten zunächst 12 kleine freikirchliche Grundschulen und Kinderkrippen unterstützt werden.

Die Schulen befinden sich im Umkreis von 100 Kilometern um die Stadt Managua in Gegenden mit extremer Armut. Die Menschen hier leiden an extremer Not und sind oft mit nichts weiter beschäftigt, als die nächste Mahlzeit sicherzustellen, um dem Hungertod zu entgehen. Diese Ortschaften umfassen meistens eine Bevölkerung von ca. 150 bis 250 Familien, von denen über 60% Kinder unter 16 Jahren sind.

Fünf dieser Schulen gingen 1999 komplett in die Trägerschaft des Vereins über, da sie ohne Schulgeld zu nehmen nicht überlebt hätten. Die Familien der Schüler hätten dieses nicht aufbringen können. Seit 2004 unterstützen wir noch vier Schulen, da die Schule El Jordan in Montefresco wieder von der Konvention der ev. Kirchen übernommen wurde.

Im Jahr 2011 musste die Schule Rey David geschlossen werden, weil die Besitzer der Gebäude und des Grundstückes selbst über ihr Eigentum verfügen wollten.

Zurzeit können in jeder unserer Schulen zwischen 80 und 280 Kinder unterrichtet werden von der Vorschule bis zur sechsten Klasse. Im Hinblick auf die Räumlichkeiten, die Lehrmaterialien und die Schulspeisung könnten wir mit weiteren finanziellen Mitteln unsere Arbeit sehr verbessern. Aber wir beobachten schon jetzt, dass die Schülerinnen und Schüler sehr vom Unterricht profitieren. In Nicaragua werden körperbehinderte Kinder wegen des Betreuungsaufwandes nicht in die Schulen aufgenommen. Wir haben an 2 Schulen den Versuch mit guten Erfahrungen gewagt !

Die "Freundschaftsbrücke" finanziert heute drei staatlich anerkannte Grundschulen, teilweise mit angeschlossenem Kindergarten. So bekommen über 600 Kinder eine Grundbildung und zum Teil auch eine lebensnotwendige Schulspeisung.



Die einzelnen Schulen:

 

    1. Martin-Luther-King

    2. La Esperanza

               3 . Centroamericana

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