Erfolgreiche Vortragsreise 06/2009

Die Besucher der Freundschaftsbrücke Nicaragua aus Managua, María-José Aviles, Direktorin des Kinderheimes des Projektes, und Pfarrer Josué Campos, Supervisor, haben in den zweieinhalb Wochen ihres Aufenthaltes ein kompaktes Vortragsprogramm absolviert.

Praktisch jeden Tag waren sie in Schulen, Gemeinden und anderen Einrichtungen zu Besuch, um von den betreuten Kindern, Schulen und Familien zu berichten. So besuchten sie z.B. in Ettlingen den Religionsunterricht der 3. Klasse der Schillerschule bei Frau Rauscher, nahmen am Gottesdienst in der Johannesgemeinde teil und gestalteten einen Vortragsabend im Caspar-Hedio-Haus.

Herzlichen Dank an all die zahlreichen interessierten Teilnehmer, es wurden so viele neue Kontakte geknüpft und alte wiederaufgefrischt!

Es gibt drei neue Unterstützer für das Familienhilfsprojekt, bei dem notleidende Familien eine Lebensmittelhilfe bekommen, wenn ihre Kinder regelmäßig zur Schule gehen. Die Inflation in Nicaragua belastet diese Projekt sehr, da die Lebensmittelpreise stark gestiegen sind und weiter steigen. Jede Spende in diesem Bereich hilft den unterstützten Familien direkt!

 

Besuch aus Nicaragua 2009

Josué Campos

Am 11. Mai besuchten Josué Campos und Maria José Avilés aus Nicaragua unsere Schule. Josué erzählte uns viel über sein Land und zeigte uns Bilder.
75 % der Bevölkerung sind arbeitslos und 48 % sehr arm, 27 % unterernährt und 19 % haben fast das ganze Jahr keinen Strom und kein Leitungswasser. Viele Kinder können nicht in die Schule gehen, statt dessen müssen sie arbeiten, z.B. Schuhe putzen oder Autos waschen.
Um diese Situation ein Stück weit zu ändern gründete Frau Alheide Sieß, die ebenfalls anwesend war, vor über 20 Jahren die „Freundschaftsbrücke Nicaragua“.  Dank der Hilfe dieses Vereins können heute ca. 675 Kinder eine Schule besuchen; 34 von ihnen leben in einem Heim, weil sie Waisen sind oder wegen Kindes-missbrauchs. Einige Familien erhalten monatlich ein Lebensmittelpaket, wenn sie ihre Kinder regelmäßig zur Schule schicken.
Als zwei Schülerinnen der 6b Josué Campos eine Tasche voll Hefte überreichte, rührte es ihn sehr und er bekam ein paar Tränen in die Augen. Wir sollten es aber nicht verraten, dass er geweint hat!

Maria José Avilés leitet das Kinderheim; Josué Campos ist für alle Einrichtungen der Freundschaftsbrücke als Supervisor zuständig. In ihren Schulen gibt es eine Regel: Jedes Kind hat eine Schuluniform, welche aus einem weißen Hemd und einem blauen Rock/einer blauen Hose besteht, zu tragen. Dies müssen sie tun, damit alle gleich aussehen und so keiner gehänselt wird, weil er nicht so ein tolles „Ed Hardy“ T-Shirt hat. Außerdem bekommen die Kinder zweimal im Jahr Hefte und Stifte gespendet. Viele erhalten auch ein Essen. Wir erfuhren auch noch, dass in einer Klasse nicht nur 30 Schüler sind, sondern oft 40 und mehr Kinder, manchmal sogar bis zu 60.

Als zwei Schülerinnen der 6b Josué Campos eine Tasche voll Hefte überreichte, rührte es ihn sehr und er bekam ein paar Tränen in die Augen. Wir sollten es aber nicht verraten, dass er geweint hat!
Am Schluss bedankte er sich mit den Worten „Muchos Gracias!"
Schülerinnen der Realschule Neureut, Karlsruhe

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