Amtsblatt Ettlingen, Nummer 25, 22.Juni 2006

Am Donnerstag, 18. Mai, war es so weit, die Klassen 2 und 3 der evangelischen Religion bekamen Besuch aus Nicaragua. Die Schülerinnen und Schüler haben sich zusammen mit einer Studentengruppe der PH Karlsruhe, die zurzeit ihr Tagespraktikum dort absolviert, intensiv auf diesen Besuch vorbereitet.

Wo liegt eigentlich Nicaragua? Was ist die Freundschaftsbrücke Nicaragua und wie ist sie entstanden? Wie sind die Lebensumstände der Kinder in Nicaragua? Was tut die Freundschaftsbrücke für die Kinder? Sehen die Schulen dort genauso aus wie hier? Das ist nur ein kleiner Teil der Fragen, die die Schülerinnen und Schüler im Unterricht erarbeitet hatten und die von Alheide Siess und ihrem Besuch aus Mittelamerika, Josue und Magalie mit viel Einfühlungsvermögen und Genauigkeit beantwortet wurden. Frau Siess hat die Freundschaftsbrücke vor fast 20 Jahren zusammen mit ihrer nicaraguanischen Freundin Sonia gegründet, und der Verein hat seither viel für die verarmten und zum Teil verwahrlosten Kinder in Nicaragua tun können. Auch die Ettlinger Kinder wollten etwas tun, und so wurden Karten gebastelt mit Fotos und Segenswünschen für die Kinder am anderen Ende der Welt.

Es war für alle Beteiligten ein großes Erlebnis, Josue, Magalie und Frau Siess kennen zu lernen, und die Schülerinnen und Schüler hoffen sehr, dass diese Brücke zwischen der Schillerschule und Nicaragua in den kommenden Jahren gefestigt wird und noch oft Besuch von dort kommt. Der krönende Abschluss des Besuchs war, dass Josue, der in Nicaragua als Pastor und Supervisor arbeitet, mit den Kindern ein spanisches Lied gesungen hat - da war Bewegung und viel Gefühl im Spiel!

 

Besuch aus Nicaragua in der Realschule Neureut

Am Donnerstag, den 11. Mai 2006 war für uns Schüler der 5a und 6b ein besonderer Tag, denn wir hatten Besuch aus Nicaragua, und zwar von Don Josué, der alle Projekte der "Freundschaftsbrücke" überwacht, und Doña Magály, einer der Direktorinnen der vier Schulen, die wir dort unterstützen. Dabei war auch Frau Alheide Sieß, die die "Freundschaftsbrücke Nicaragua" vor 20 Jahren gegründet hat. Sie ist schon fast 84 Jahre alt, hat selbst neun Kinder und sieht aber noch topfit aus. Camillo und Maritza, Studenten aus Kolumbien, übersetzten das, was Josué und Magály uns erzählten. So hatten wir die Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren.

Die Dias, die wir sahen, zeigten uns wie die armen Familien und Kinder dort leben. Viele haben nur eine Hütte aus Resten, die sie auf der Müllhalde finden. Das es dort in der Regenzeit ganz viel regnet, fallen viele dieser Hütten wieder zusammen. Manche Häuser sind aus Stein gebaut. Das ist aber auch gefährlich, wenn es z. B. zu Erdbeben kommt oder einer der noch aktiven Vulkane ausbricht, weil die Menschen dann unter den Steinen begraben werden. In den Müllhalden suchen Kinder in Nicaragua sogar nach etwas Essbarem!!

Viele Kinder können in Nicaragua nicht in die Schule gehen. Die meisten gehen sehr gerne in die Schule, was uns natürlich etwas erstaunt hat, denn einigen von uns stinkt die Schule manchmal oder sogar oft! Unsere Gäste haben unser großes Schulhaus bewundert, denn bei ihnen ist alles viel enger. In einer Schule gibt es noch nicht einmal Türen zwischen den Klassenzimmern und auch keinen Schulhof für die Pausen. Da viele Kinder ohne Frühstück in die Schule kommen, gibt es dort ein kostenloses Schulfrühstück.

Dies ist alles nur möglich, wenn wir hier in Deutschland regelmäßig Geld spenden, zum Beispiel durch unsere Aktion "Laufen für Nicaragua" am 24. 5. Ich selber werde mich bemühen, für die Kinder so viele Runden wie möglich zu rennen - und das werden hoffentlich alle Mitschüler machen, um den Armen zu helfen.

Zum Schluss sang und tanzte Josué für uns und er und Magály bedankten sich für unsere Hilfe und auch für die Geschenke, die sie von uns für die Kinder in Nicaragua erhalten haben, nämlich Süßigkeiten, Fußbälle, Shirts und Shorts. Wir waren alle sehr berührt, denn unsere Besucher hatte Tränen in den Augen, als sie sich verabschiedeten.

Der Bericht wurde geschrieben von Schülerinnen und Schülern aus der 5a, Realschule Neureut.

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