Katrin und Volker Böttger (2012)

Im Juni 2012 waren fast 2 Jahre vergangen seit meinem letzten längeren Aufenthalt im Kinderheim in El Cañon. Dass ich wieder zurück möchte, stand schon immer fest. Diesen Sommer war es dann auch endlich soweit und ich bin zusammen mit meinem Vater, der die Freundschaftsbrücke und speziell das Heim auch unterstützt und einmal kennenlernen wollte, nach Nicaragua geflogen. Wir haben uns 3 Wochen Zeit genommen und wollten diese Zeit auch ausschließlich im Kinderheim verbringen.

Auf dem Weg war ich sehr nervös, ob mich alle noch erkennen und sie sich genauso freuen wie ich. Aber dort angekommen, waren alle Sorgen im Nu verflogen. Es war, als wäre ich nie weg gewesen, alle haben sich sehr gefreut und man hat sich sofort wieder als Teil der großen El Cañon Familie gefühlt. Auch meinen Vater haben sie gleich sehr liebevoll aufgenommen und sich über einen Mann unter den vielen Frauen gefreut!

Der erste Eindruck von Gelassenheit und Fröhlichkeit hat sich über die ganze Zeit bestätigt. Es herrscht eine sehr angenehme und positive Stimmung untereinander. Es gibt einige Wechsel unter den Erziehern, welche ich nur für gut heißen kann und welche auch bei den Kindern gut ankommen!

Eine Neuigkeit: Die Jugendlichen (bis jetzt alle Jungs ab 15) haben ein neues Haus bekommen. Auf dem gleichen Gelände hinter dem Jungenhaus steht nun ein Haus mit Terrasse, Wohnzimmer, 3 Schlaf- und 3 Badezimmern.

Die Jungen dort teilen sich immer zu dritt oder viert ein Zimmer und sind nun ihrem Alter entsprechend um einiges unabhängiger und freier. Sie kommen zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause und können den Abend dann zusammen verbringen und müssen nicht mehr zur gleichen Zeit zu Bett wie die 5-jährigen Jungen im großen Jungenhaus. Auch die großen Mädchen (ab 15 Jahren) haben nun ein eigenes Zimmer im Mädchenhaus und sind nun auch mehr unter sich.

Mit einer kleinen Spendensumme, welche wir zuvor in Deutschland von Familie und Freunden mitgenommen haben, haben wir im Heim 2 Abstellkammern mit Regalen ausgestattet. Nach Gesprächen mit den Erziehern waren diese sich einig, dass ihnen das sehr viel helfen würde. Wir haben also Holzbretter und Winkel gekauft, die Bretter gemeinsam mit einigen großen Jungs abgeschliffen und gesägt und dann in den Kammern angebracht. So konnten wir alle Kleider und Nahrungsvorräte sortieren und einordnen.

Es waren drei sehr schöne und intensive Wochen und in spätestens 2 Jahren werden wir wieder nach Nicaragua fliegen, darauf freuen wir uns jetzt schon!

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